Kein Aprilscherz: Samsung beziehe angeblich OLED-Panels von LG Display

Samsung werde wieder OLED-TVs anbieten und mit dem Rivalen ein Abkommen treffen

Samsung werde angeblich OLED-Panels von seinem Erzrivalen LG bzw. genau genommen dessen Tocher LG Display einkaufen. Das klingt erst einmal abenteuerlich, denn Samsung und LG sind wie Feuer und Wasser. So nutzte Samsung in der Vergangenheit jede Gelegenheit, um gegen die OLED-Fernseher zu sticheln und kokettierte damit, dass die hauseigenen QLED-LCDs keine Probleme mit Einbrennen haben. LG wiederum kritisierte in einer aggressiven Kampagne die 8K-Fernseher von Samsung und sprach ihnen gar „echtes 8K“ komplett ab. Beide Unternehmen lehnten daher jegliche Kooperation in der Vergangenheit stets ab.

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Doch aus Südkorea gibt es nun Berichte, laut denen sich das geändert habe. Primär seien steigende Preise für LCD-Panels verantwortlich. Samsung selbst hat die LCD-Produktion zurückgefahren und möchte eigentlich jetzt und in Zukunft Panels von Zulieferern aus China beziehen. Doch in der Corona-Krise hat sich die Lage anders entwickelt als erwartet und die Preise haben angezogen. Somit ergebe es nun im Premium-Segment für Samsung mehr Sinn sich einen Ruck zu geben und auf den OLED-Zug aufzuspringen.

Und da ist LG Display eben als einziger Zulieferer greifbar. So beliefert LG Display nicht nur den Mutterkonzern, sondern auch andere Hersteller wie Panasonic, Philips und Sony mit OLED-Panels. Samsung wiederum strebte nach QD-OLEDs, OLED-TVs mit Quantenpunkten als Aufwertung. Doch die Prototypen sollen zum einen sehr kostspielig gewesen sein und zum anderen bisher technisch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Daher raufe sich Samsung nun angeblich mit LG Display zusammen.

Noch in diesem Jahr werde Samsung daher 1 Mio. Panels von LG abnehmen – 2022 seien es dann gar 4 Mio., heißt es in aktuellen Berichten. Offiziell bestätigt sind diese Angaben bisher noch nicht. Es wäre definitiv ein echter „Kracher“, wenn Samsung nun tatsächlich wieder OLED-TVs anbieten würde – mit der Technik des größten Rivalens.

Quelle: MTN

André Westphal

Redakteur

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