IT Due Diligence Checkliste: Das sollte berücksichtigt werden!

Für einen Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf im Bereich der IT ist eine Due Diligence selbstverständlich unverzichtbar. Prinzipiell sollte eine solche Prüfung immer durchgeführt werden, wenn es um einen höheren Betrag handelt. Damit eine bessere Übersicht gewährleistet ist, kann eine sogenannte IT Due Diligence Checkliste genutzt werden, diese kann von erfahrenen Agenturen bezogen werden.

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Welche Arten der IT Due Diligence gibt es?

Das Ziel einer jeden Due Diligence ist, dass das verbundene Risiko mit dem Investment bewertet werden kann. Die entsprechende Analyse oder Studie wird dabei auf das Projekt bezogen bestimmt, denn je nach der ausführenden Tätigkeit gibt es unter Umständen Besonderheiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass die IT Due Diligence auch von Experten geprüft werden (in diesem Falle: IT-Spezialisten). Sie kennen den Markt und können den Standpunkt des Unternehmens aus einer besseren Perspektive betrachten. So kann sich ein Bild vom Gesamtzustand gemacht werden und das ist ein großer Vorteil!

Zusätzlich können weitere Studien durchgeführt werden, wodurch der jeweilige Geschäftsbereich umfassender untersucht werden kann, sodass aufkommende Probleme noch vor dem Investment erkannt werden, wodurch der jeweilige Investor dann besser entscheiden kann, ob die Investition nun getätigt werden sollte oder ob eher darauf verzichtet werden sollte. Das Due-Diligence-Verfahren ist dabei stets die Grundlage.

Welche Daten dafür benötigt werden, kann aus der IT Due Diligence Checkliste entnommen werden, welche dann der jeweilige Dienstleister zur Verfügung stellt. Wenn von der rechtlichen Due Diligence gesprochen wird, dann sind Unterlagen wie die Kopie des Handelsregisterauszuges wichtig, die Gesellschafterverträge, eine Gesellschafterliste sowie Unterlagen über Optionen, Bezugsrechte oder sonstige Rechte am Kapital der Gesellschaft. Die Liste ist aber noch weitaus umfangreicher.

Welche Daten werden bei IT-Projekten berücksichtigt?

Bei IT-Projekten sind unter Umständen weitere Daten notwendig, um dann entscheiden zu können, ob dies ein Investment wert ist oder ob hiervon eher die Finger gelassen werden sollten, da ein hohes Risiko für das Kapital besteht, welches auch mit möglichen Renditen in keiner Relation steht. Folgende Faktoren können dabei von Bedeutung sein:

  • Rechtliche Bedingungen (inklusive mögliche Patentanmeldungen, Stabilität der Software, Sicherheit)
  • Finanzielle Faktoren: Rationalität und Korrektheit, Bewertung von Projekten und dessen Rentabilität.
  • Markt- und Vermarktungspotenzial: Aussichten am Markt, Stärke der Konkurrenz, Marktnische, Fähigkeiten und Größe des Marktes (inklusive mögliche Prognosen).
  • Technologie: Mögliche Wettbewerbsvorteile, geistige Eigentumsrechte, Codequalität und Innovationen.
  • Team: Wie „wertvoll“ ist das Team? Es geht dabei um Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen.

In der Software Due Diligence sollten daher Mitarbeiter, Tools, Prozesse, Code und Anwendung geprüft werden. Sehr interessant können Projekte sein, bei welchem ehemalige Mitarbeiter von Apple, Microsoft, Siemens oder Tesla mitwirken. Die Erfahrungen aus diesen Sektoren sind in der Regel von großer Bedeutung.

Im Rahmen der Analyse werden auch Faktoren wie die Codequalität berücksichtigt, dabei ist es gar nicht so einfach, diesen Aspekt zu berücksichtigen. Das ist etwas, was nur ein erfahrener Programmierer sich ansehen kann. Agenturen, welche sich auf IT Due Diligence konzentrieren, verfügen in der Regel über genau jene Entwickler, die dabei helfen können.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine IT Due Diligence Checkliste durchaus Sinn macht und daraus keineswegs verzichtet werden sollte.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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