Western Digital und Kioxia verschmelzen wohl

Deal soll sich um einen Wert von 20 Mrd. US-Dollar drehen

Western Digital soll sich in fortgeschrittenen Gesprächen befinden, um mit dem japanischen Unternehmen Kioxia zu verschmelzen. Als Wert schreibt man dem potenziellen Abkommen 20 Mrd. US-Dollar zu. Es soll sich um eine Aktien-Transaktion handeln, die schon im September in die Wege geleitet werden könnte. Western Digital dürfte sicherlich allen Lesern ein Begriff sein. Kioxia ist in einem ähnlichen Geschäftsfeld unterwegs und fertigt etwa NAND-Flash-Speicher, wie er in Smartphones aber auch Servern Verwendung findet.

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Diskussionen über eine Vereinigung der beiden Unternehmen soll es schon seit längerem geben. Nun stehe man aber kurz vor einer Einigung. Western Digital würde Kioxia mit Aktien auszahlen und der CEO von WD, David Goeckeler, würde dann auch das verschmolzene Gesamtunternehmen leiten. Der Merger könnte aber immer noch scheitern. Zum einen könnten die Verhandlungen immer noch scheitern, aber auch die japanische Regierung könnte noch ein Veto einlegen. Theoretisch könnte auch die US-Regierung intervenieren, was aber sehr unwahrscheinlich ist. So dürften letztere es eher begrüßen, wenn sich ein nordamerikanischer Hersteller mehr Kapazitäten im Bereich der Chipherstellung sichert.

Die Nachfrage nach Speicherchips ist enorm, was auch am mobilen Markt und immer üppiger ausgestatteten Smartphones und Tablets liegt. Schon jetzt unterhält Western Digital ein Joint Venture mit Kioxia, das sich um die Fertigung und Entwicklung von Speicherchips dreht. Es wäre 2027 ausgelaufen. Das aus Japan stammende Kioxia gehörte im Übrigen zuvor zu Toshiba und firmierte ehemals als Toshiba Memory.

Quelle: The Wall Street Journal

André Westphal

Redakteur

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