Micron investiert laut aktuellen Medienberichten rund 200 Mrd. US-Dollar in die Erweiterung der Speicherfertigung in den USA. So will man der Nachfrage der Datenzentren besser Herr werden. Zuvor hatte man bereits seine Marke Crucial eingestampft, die jahrelang Privatkunden bedient hatte. Der Fokus liegt nur noch auf dem B2B-Bereich.
Laut Microns Vizepräsident Scott Gatzemeier habe er in seinen 28 Jahren in der Branche noch nie so einen Ruck im Markt erlebt wie aktuell durch den KI-Boom. Dabei profitiert Micron von seinem verlagerten Fokus durch höhere Gewinnmargen, was den Aktienkurs bereits in die Höhe getrieben hat. Denn eigentlich galten Speicherchips jahrelang als ein Produkt mit geringen Gewinnen. Das hat sich innerhalb kürzester Zeit wesentlich geändert.
Was die Engpässe betrifft, so profitiert Micron natürlich aktuell von der Situation. Wie lange die Speicherkrise anhalten könnte, ist dabei schwer zu sagen. Einige Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Lage ab Mitte 2027 beruhigen könnte, andere, wie der CEO von Phison, prophezeien eine anhaltende Anspannung bis 2030.
Neben Micron investieren freilich auch andere Zulieferer wie Samsung und SK Hynix kräftig. Doch der Ausbau der Produktionskapazitäten benötigt Monate bis Jahre. Insofern wird uns die Speicherkrise wohl noch eine Weile begleiten.
Quelle: The Wall Street Journal

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