Der Hersteller Chuwi bietet schon seit vielen Jahren auch günstige Notebooks an. So weit, so gewöhnlich. Doch jetzt ist herausgekommen, dass chinesische Hersteller einige Notebooks unter falschen Voraussetzungen in den Handel gebracht hat. Betroffen sind die Modelle Chuwi CoreBook X und CoreBook Plus. Laut dem Anbieter steckt in den Laptops ein AMD Ryzen 5 7430U. In Wahrheit ist aber ein günstigerer und leistungsschwächerer Ryzen 5 5500U verbaut.
Doch weder der Blick ins Datenblatt noch in die Systemspezifikationen unter Windows oder selbst das BIOS legt diese „Verwechslung“ offen. Denn der AMD Ryzen 5 5500U wurde so eingerichtet, dass er sich als Ryzen 5 7430U tarnt. Aufdecken lässt sich die Misere dennoch über einen Blick auf den Produktcode auf dem Package sowie die Eckdaten unter Windows – denn Cache, Takt und Codename legen den wahren Chip offen. Chuwi scheint sich wiederum keiner Schuld bewusst zu sein. Man gab zwar an, der Sache auf den Grund gehen zu wollen, drohte aber dann teilweise offenbar Medien mit rechtlichen Schritten, sollten entsprechende Berichte nicht offline genommen werden.
Allerdings ist keineswegs gesagt, dass Chuwi unbedingt selbst die Schuld an diesen Vorfällen trifft. Es könnte nämlich auch zu Betrug in der Lieferkette gekommen sein. Wer jedoch bereits ein Notebook der Reihen CoreBook X und CoreBook Plus von Chuwi besitzt, sollte gründlich überprüfen, welche CPU wirklich im Inneren steckt. Offen ist, wie viele Modelle von diesem Problem betroffen sind. Wer entdeckt, dass tatsächlich ein anderer Chip im Inneren steckt, als beworben worden ist, dürfte Anspruch auf einen Umtausch haben.
Quelle: Computerbase

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