Valves aktuelle Steam-Hardware-Umfrage zeigt einen bemerkenswerten Wandel: 32 GByte Arbeitsspeicher haben im September 2026 erstmals 16 GByte als häufigste Speicherausstattung der teilnehmenden Gaming-PCs überholt. Auch bei der Festplattenkapazität geht der Trend nach oben.
32 GByte RAM entwickeln sich damit zunehmend zum neuen Standard für Gaming-PCs. Über Jahre waren 16 GByte die typische Ausstattung, doch steigende Anforderungen aktueller Spiele, parallel laufende Anwendungen und zuvor sinkende Preise für DDR4- oder DDR5-Speicher machen größere Konfigurationen attraktiver. Gerade zwei 16-GByte-Module sind bei aktuellen Systemen eine verbreitete Kombination und ermöglichen den Betrieb im Dual-Channel-Modus.
Dabei sollte das Ergebnis der Valve-Umfrage nicht mit einer vollständigen Marktstatistik verwechselt werden. Die Teilnahme an der Steam Hardware & Software Survey ist freiwillig. Zudem können regionale Unterschiede, die Zusammensetzung der Teilnehmer und Änderungen bei der Hardware-Erkennung die monatlichen Werte beeinflussen. Der Trend hin zu mehr Arbeitsspeicher erscheint dennoch plausibel.
Parallel zur Entwicklung beim RAM zeigt die September-Auswertung ein deutliches Wachstum bei der Gesamtspeicherplatzkapazität. Der Anteil der Systeme mit mehr als 1 TByte Speicherplatz ist demnach innerhalb eines Monats um 3,79 Prozentpunkte auf 53,30 Prozent gestiegen.
Noch stärker fällt die Veränderung bei Systemen mit mehr als 4 TByte freiem Speicher aus. Dieser Anteil erreicht laut Umfrage 7,28 Prozent, was einem Plus von 4,06 Prozentpunkten entspricht. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass plötzlich massenhaft 4- oder 8-TByte-SSDs verbaut werden. Mehrere Laufwerke können gemeinsam in diese Kategorie fallen – etwa eine NVMe-SSD zusammen mit SATA-SSDs oder traditionellen Festplatten.
Große Spieleinstallationen tragen ebenfalls zum steigenden Speicherbedarf bei. Viele aktuelle Titel benötigen bereits mehr als 100 GByte, während hochauflösende Texturen, aufgezeichnetes Gameplay und mehrere Betriebssysteme zusätzliche Kapazitäten beanspruchen. Die Steam-Umfrage macht allerdings keine Angaben darüber, welche NAND-Technologie, Controller oder Schnittstelle in den jeweiligen Systemen zum Einsatz kommt.
Für einen neuen Mittelklasse-Gaming-PC sind 32 GByte inzwischen eine sinnvolle Standardausstattung. Sie bieten genügend Reserven für aktuelle Spiele, Browser, Kommunikationsprogramme und Streaming- oder Aufnahmesoftware, ohne dass der Arbeitsspeicher schnell zum Flaschenhals wird.
Aus der Statistik sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass Spiele nun grundsätzlich 32 GByte benötigen werden. Auch mit 16 GByte lässt sich weiterhin problemlos spielen, insbesondere bei weniger anspruchsvollen Titeln. 64 GByte lohnen sich dagegen vor allem für spezielle Einsatzbereiche wie virtuelle Maschinen, lokale KI-Anwendungen, umfangreiche Kreativprojekte oder stark modifizierte Spiele.
Interessant ist damit weniger eine plötzlich gestiegene Mindestanforderung als vielmehr eine Verschiebung bei der typischen Ausstattung neuer PCs: Was lange Zeit als üppige RAM-Konfiguration galt, wird zunehmend zum Mainstream.
Quelle: Steam Hardware & Software Survey

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