Die seit Kurzem bestellbare und teurer als erwartete Steam Machine lässt sich von den Besitzern nachträglich noch upgraden. Das geht aus Berichten der ersten Tester des Mini-PCs hervor. Demnach besitzt der kompakte Würfel einen M.2-Steckplatz für eine SSD und zwei SO-DIMM-Slots für DDR5-Hauptspeicher. Interessanterweise bestückt Valve oft nur einen der beiden, statt beide DDR5-Slots zu nutzen.
Neben dem speziell angepassten AMD-Prozessor auf Basis der Zen 4 Mikroarchitektur mit sechs bis zu 4,8 GHz taktenden CPU-Kernen für 12 Threads und dem ebenfalls speziellen RDNA3-Grafikchip mit 28 Compute-Einheiten sowie 8 GByte GDDR6-Grafikspeicher wird die Steam Machine mit 16 GByte Hauptspeicher ausgeliefert. Nutzer erwarteten eine typischerweise etwas schnellere Dual-Channel-Bestückung mit zwei 8-GByte-Riegeln (DDR5 SO-DIMM). Doch laut Valve hat die aktuelle Speicherkrise mit beschränkter Verfügbarkeit nicht nur zu höheren Preisen geführt, sondern auch dazu, dass die allermeisten Exemplare mit nur einem 16-GByte-Modul bestückt sind.
Das wird sich nach Herstellerangaben in Zukunft auch nicht ändern. Angesichts möglicher Probleme in der Lieferkette schließt Valve aber nicht aus, die Steam Machine zukünftig auch mit zwei 8-GByte-Riegeln auszuliefern. Das dürfte von Verfügbarkeit und Preisgestaltung abhängen.
„Es war praktisch unmöglich, 8-GByte-Speicherriegel zu kaufen, zumindest nicht in den Mengen, die wir benötigen, hauptsächlich weil jeder mehr Speicherplatz will“, erklärte ein Valve-Mitarbeiter dazu. Auf die Frage nach möglichen Leistungsverlusten durch den Verzicht auf eine Dual-Channel-Konfiguration meinte er weiter, dass diese Bestückungen in aktuellen Spielen „ziemlich vergleichbar“ wären. Allerdings weniger in CPU-lastigen und Speicher-betonten Benchmarks.
Während Valve die RAM-Steckplätze aus Platzgründen auf der Unterseite des Mainboards platziert, was Speichertausch und RAM-Upgrades etwas umständlich macht, soll der SSD-Tausch einfacher sein. Dafür steht ein M.2-Slot für SSDs der Formfaktoren 2230 und 2280 bereit. Das könnte Nutzern erlauben, zum günstigeren Modell der Steam Machine mit 512 GByte zu greifen und die SSD nachträglich durch eine mit höherer Kapazität auszutauschen. Denn das 2-TByte-Modell von Valves Steam-PC kostet schließlich 320 Euro mehr als die 512-GByte-Version, obwohl 2-TByte-SSDs selbst mit PCIe 4.0 schon ab etwa 220 Euro zu bekommen sind.
Allerdings muss dafür ein boot-fähiger USB-Stick mit ausreichend Speicherkapazität zur Verfügung stehen. Denn das SteamOS-System muss zunächst darauf gesichert werden, um es nach dem SSD-Wechsel wieder aufspielen zu können.
Quelle: Digital Foundry @ X

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