Mehr als sieben Monate nach der offiziellen Ankündigung hat Valve endlich die Preise seiner Steam Machine bekannt gegeben – und nahezu alle bisherigen Spekulationen und Leaks lagen daneben. Das Basismodell startet bei stolzen 1039 Euro und positioniert sich damit deutlich oberhalb aktueller Konsolen wie der Xbox Series X oder der PlayStation 5.
Besonders kritisch dürfte die Preisgestaltung im Vergleich zur Hardware-Ausstattung gesehen werden. Die günstigste Steam Machine bietet lediglich 512 GByte internen Speicherplatz. Wer eine höhere Kapazität benötigt, muss tief in die Tasche greifen: Die Variante mit 2 TByte Speicher kostet 1359 Euro.
Der Aufpreis von rund 320 Euro fällt dabei überraschend hoch aus. Zum Vergleich: Hochwertige 2-TByte-NVMe-SSDs sind im Einzelhandel inzwischen deutlich günstiger erhältlich, wie ein Blick in Preisvergleicher wie Geizhals zeigt. Dort sind PCIe 4.0 M.2 SSDs mit 2 TByte ab rund 220 Euro gelistet. Damit dürfte die Speicheroption für viele Interessenten schwer nachvollziehbar sein.
Zusätzlich bietet Valve verschiedene Bundles inklusive Steam Controller an. Die Preise bei Einbeziehung des einzeln für 99 Euro angeboten Steam-Gamepads steigen jeweils um 69 Euro. Damit kosten die Steam Machine mit 512 GByte sowie Steam Controller 1108 Euro und die Steam Machine mit 2 TByte sowie Steam Controller 1428 Euro. Die 2-TByte-Modelle erhalten darüber hinaus zwei zusätzliche Faceplates: eine Variante mit rotem Stoffbezug sowie eine Ausführung in massivem Walnussholz.
Mindestens ebenso ungewöhnlich wie die Preisgestaltung ist Valves Verkaufsmodell zum Marktstart. Interessenten können die Steam Machine nicht direkt bestellen. Stattdessen müssen sie sich bis zum 25. Juni auf eine Warteliste eintragen. Die Besonderheit: Valve vergibt die Kaufberechtigungen nicht nach dem Prinzip „First Come, First Served“, sondern mischt alle registrierten Teilnehmer per Zufallsverfahren. Erst anschließend werden Einladungen zum Kauf verschickt.
Laut Valve soll dieses Verfahren fairer sein und den Frust reduzieren, der bei klassischen Vorbestellungen häufig entsteht. Ob die Community diese Einschätzung teilt, bleibt abzuwarten. Immerhin könnte das System dazu beitragen, dass Scalper nicht den Großteil der ersten verfügbaren Geräte aufkaufen und anschließend zu überhöhten Preisen weiterverkaufen.
Für die Aufnahme in die Warteliste gelten zudem einige Bedingungen: Der Steam-Account muss sich in gutem Zustand befinden, Nutzer müssen vor dem 27. April mindestens einen Kauf auf Steam getätigt haben und pro Haushalt ist nur eine Steam Machine erlaubt.
Wer die Anmeldefrist verpasst, kann sich zwar weiterhin registrieren, wird jedoch automatisch ans Ende der bereits durchgemischten Warteliste gesetzt. Änderungen an der Anmeldung sind nach Abschluss der Registrierung zudem nicht mehr möglich.
Quelle: Pressemitteilung


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