Die Preise für Grafikkarten der aktuellen GeForce RTX 50 Serie steigen weiter. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei der GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GByte Grafikspeicher in Japan, für die ein Händler in Tokio umgerechnet mehr als 1100 Euro verlangt. In einem besonders teuren Angebot werden sogar rund 1300 US-Dollar aufgerufen. Das zeigen aktuelle Preisangaben aus einem japanischen Computerladen.
Die Entwicklung ist bemerkenswert, weil die im April 2025 vorgestellte GeForce RTX 5060 Ti eigentlich zur Mittelklasse gehört. Nvidia hatte das Modell mit 16 GByte Speicher zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro auf den Markt gebracht. Die aktuellen japanischen Händlerpreise liegen teilweise beim Mehrfachen dieses Ausgangswerts.
Eine solche Entwicklung hat sich bereits seit Monaten abgezeichnet. Schon im August warnten Grafikkartenhersteller vor Engpässen und Preiserhöhungen. So prognostizierte Sapphire- und Zotac-Mutter PC Partner eine mangelnde Verfügbarkeit besonders im Einstiegsbereich.
Die auf Reddit veröffentlichten Händlerpreise zeigen nun, wie weit die Angebote aktuell auseinanderliegen. Für die Umrechnung wurde der Euro-Referenzkurs von 177,06 Yen je Euro vom 15. Oktober 2026 verwendet.
| Grafikkarte | Preis in Japan | Umgerechnet |
|---|---|---|
| GeForce RTX 5060 Ti 8 GByte | 118.800 Yen | ca. 671 Euro |
| GeForce RTX 5060 Ti 16 GByte | 139.800–205.000 Yen | ca. 790–1158 Euro |
| GeForce RTX 5070 (12 GByte) | 145.800–198.800 Yen | ca. 823–1123 Euro |
| GeForce RTX 5070 Ti (16 GByte) | ab 230.800 Yen | ab ca. 1304 Euro |
| GeForce RTX 5080 (16 GByte) | ab 295.801 Yen Yen | ab ca. 1671 Euro |
Besonders ungewöhnlich ist, dass die teuersten Angebote für die RTX 5060 Ti 16 GByte preislich in Regionen vorstoßen, in denen bereits deutlich leistungsstärkere Grafikkarten angesiedelt sind. Allerdings handelt es sich um unterschiedliche Modelle und Händlerangebote. Die Höchstpreise sind daher nicht mit einem einheitlichen Marktpreis gleichzusetzen.
Die hohen Preise fallen in eine Phase steigender Kosten für Speicherchips und angespannter Verfügbarkeit von Grafikkarten. Besonders Modelle mit größeren Speicherausstattungen stehen dabei im Fokus. Bereits frühere Berichte aus Japan hatten von Lieferengpässen bei Grafikkarten mit mindestens 16 GByte VRAM und von Einschränkungen bei der Abgabemenge berichtet.
Wie stark sich die Speicherpreise konkret auf die einzelnen RTX 50 Modelle auswirken, lässt sich aus den Händlerfotos allein allerdings nicht ableiten. Auch regionale Vertriebskosten, Aufschläge der Distributoren, Modellvarianten und die japanische Mehrwertsteuer beeinflussen den Vergleich. Die dort ausgezeichneten Endkundenpreise enthalten üblicherweise zehn Prozent
Verbrauchsteuer.
Die japanischen Angebote sind zudem nicht automatisch repräsentativ für den deutschen Markt. Sie zeigen jedoch, wie stark die Preisgestaltung bei knapper Verfügbarkeit vom ursprünglichen Listenpreis abweichen kann. Ein direkter Vergleich mit US-Preisen muss ebenfalls berücksichtigen, dass amerikanische Angebote häufig ohne Umsatzsteuer ausgewiesen werden.
Quelle: Reddit

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