Deutscher Entwickler Crytek in der Krise

Adotpionsrate der CryEngine enttäuscht

Das dt. Entwicklerstudio Crytek („Far Cry“, „Crysis“, „Ryse: Son of Rome“) galt hierzulande lange Zeit als Vorzeigeunternehmen: Endlich konnte eine deutsche Firma in der Spieleindustrie weltweit mit ihren Titeln für Aufmerksamkeit sorgen. Jetzt steckt Crytek allerdings offenbar in einer tiefen, finanziellen Krise. Demnach stehe der Entwickler kurz vor der Insolvenz. Ursachen sind zum einen die geringe Adoptionsrate der lizenzierbaren CryEngine des Studios sowie die hohen Entwicklungskosten des Ende 2013 veröffentlichten Konsolenspiels „Ryse: Son of Rome“.

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So habe die Entwicklung von „Ryse: Son of Rome“ wesentlich mehr Geld verschlungen, als Crytek eingeplant hatte. Zudem hätten die Verkaufszahlen enttäuscht. Laut Manager Avni Yerli stehe zwar eine Finanzspritze durch einen neuen Vertrag an, doch in Stein gemeißelt scheint noch nichts zu sein. Als potentieller Käufer gilt zugleich die Firma Wargaming, die sich auf Free-To-Play-Spiele für Multiplayer spezialisiert hat. Sollte es also zu einer Übernahme kommen, dürfte Crytek in Zukunft keine Triple-A-Singleplayer-Titel mehr entwickeln.

Cryteks Krise wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass das Experiment „Warface“ nur in Russland Zocker locken konnte und die Plattform G-face sich als kompletter Flop erwies. Einige PC-Gamer zeigen nun mit dem Finger auf Crytek und spotten, dass der Entwickler sich mit dem Fokus auf Konsolen übernommen habe. Cryteks erste Spiele „Far Cry“ und „Crysis“ waren noch PC-exklusiv. Nun heißt es abwarten, wie es mit dem Studio weitergeht.

Quelle: DSOGaming

André Westphal

Redakteur

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