Microsoft: Windows 11 reagiert nun bis zu 20 Prozent schneller

Effizientere Speichernutzung soll vor allem PCs mit 8 GByte RAM entlasten

Microsoft hat weitere Leistungsverbesserungen für Windows 11 verkündet. Durch Optimierungen an der Speicherverwaltung und verschiedenen Systemkomponenten soll das Betriebssystem im Alltag bis zu 20 Prozent schneller reagieren. Besonders profitieren könnten Computer mit lediglich 8 GByte Arbeitsspeicher, auf denen mehrere Anwendungen und Browser-Tabs schnell zu einem Engpass werden können.

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Bereits letzten Monat hatte Microsoft auf der IFA 2026 in Berlin angekündigt, dass Windows 11 auch mit nur 8 GByte RAM schneller werden soll. Das wurde jetzt umgesetzt, wie der Konzern erläuftert. Demnach umfassen die Verbesserungen unter anderem das Startmenü, den Datei-Explorer, die Windows-Suche, die Einstellungen und das Snipping Tool. Auch Microsoft Edge und Microsoft 365 sollen von den Optimierungen profitieren. Die Angaben beruhen auf internen Messungen des Unternehmens und beziehen sich auf ausgewählte Interaktionen mit der Benutzeroberfläche.

Ein Schwerpunkt der Verbesserungen liegt auf einem effizienteren Umgang mit dem Arbeitsspeicher. Windows 11 soll mehr aktiv benötigte Daten im RAM halten können, anstatt sie auf vergleichsweise langsameren Massenspeicher wie SSDs oder Festplatten auszulagern. Laut Microsoft können dadurch bis zu 2 GByte mehr aktive Daten im Arbeitsspeicher verbleiben. Das soll insbesondere dann helfen, wenn mehrere Programme oder Browser-Tabs gleichzeitig geöffnet sind.

Zusätzlich reduziert Microsoft die Hintergrundaktivitäten des Betriebssystems. Ein konkretes Beispiel sind die Widgets: Auf PCs mit 8 GByte RAM oder weniger werden diese künftig erst geladen, wenn der Nutzer sie tatsächlich öffnet. Dadurch sollen mehr als 200 MByte Arbeitsspeicher für andere Anwendungen zur Verfügung stehen. Einige Nutzer hatten bereits Anfang Oktober von weniger RAM-Verbrauch und kürzeren Startzeiten berichtet. Demnach mache das Herbst-Update Windows 11 26H2 PCs offenbar schneller.

Die Änderungen könnten vor allem bei günstigen Notebooks und älteren PCs einen spürbaren Unterschied machen. Gerade bei Systemen mit wenig RAM kann das Auslagern von Daten auf eine SSD oder Festplatte zu Verzögerungen führen. Eine effizientere Speicherverwaltung kann solche Situationen reduzieren, ersetzt aber keinen tatsächlich größeren Arbeitsspeicher. Bei speicherintensiven Anwendungen, anspruchsvollen Spielen oder umfangreicher Multitasking-Nutzung bleiben 8 GByte daher eine Einschränkung.

Für die allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit spricht Microsoft von Verbesserungen um bis zu 20 Prozent. Als Vergleich dienen Messungen ausgewählter Funktionen mit Windows 11 Build 26300.9550 und Build 26200.7628. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen laut Unternehmen von der jeweiligen Hardware, der Konfiguration und der Nutzung ab.

Unabhängige Vergleichstests müssen allerdings noch zeigen, wie deutlich sich die Verbesserungen auf unterschiedlichen PCs bemerkbar machen. Die genannten Werte sind Herstellerangaben und sollten nicht als pauschale Beschleunigung sämtlicher Windows-Funktionen verstanden werden.

Neben der Performance arbeitet Microsoft an weiteren Verbesserungen. So soll das Windows-Update mehr Kontrolle über den Zeitpunkt von Aktualisierungen bieten und unnötige Neustarts reduzieren. Auch die Zuverlässigkeit von Bluetooth-Verbindungen und die Anmeldung über Windows Hello wurden überarbeitet. Bei der Kopplung von AirPods verspricht Microsoft unter bestimmten Bedingungen eine um bis zu 15 Sekunden kürzere Wartezeit.

Darüber hinaus erhält die Fotos-App eine überarbeitete Oberfläche. Microsoft zufolge startet sie bis zu 20 Prozent schneller. Auch die Windows-Suche wird ausgebaut: Nutzer sollen bestimmte Aktionen, etwa das Aktivieren des Dunkelmodus, künftig direkt über Suchergebnisse ausführen können. Diese neue Suchoberfläche wird zunächst mit Windows Insidern getestet und soll später breiter verfügbar werden.

Die Neuerungen werden schrittweise ausgerollt. Welche Verbesserungen bereits auf einem konkreten PC verfügbar sind, hängt daher vom installierten Build und dem jeweiligen Rollout ab.

Quelle: Microsoft

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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