(Auszug aus der Pressemitteilung)
- Samsung will Prävention durch vernetzte, personalisierte E-Health-Angebote stärken.
- Samsung Health, Samsung Food und iFIT unterstützen gute Entscheidungen im Alltag.
- Klinische Evidenz, Datenschutz und AI bilden die Grundlage für Connected Care.
Auf dem Galaxy Unpacked 2026 in London zeigte Samsung seine Vision für die Zukunft von E-Health: weg von reaktiver Behandlung, hin zu präventiven, personalisierten und vernetzten Angeboten. Grundlage dafür sollen vertrauenswürdige Innovationen und starke Partnerschaften im gesamten Ökosystem für Fitness und Wellness sein.
Anlässlich des Health Forum „Rewriting the Rules of Preventive Health“ diskutierten führende Fachleute aus Ernährung, Fitness, klinischer Forschung und AI darüber, wie Technologie die Lücke zwischen Wissen und konkretem Handeln schließen kann. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. Hon Pak, Senior Vice President und Head of Digital Health Teams Mobile eXperience bei Samsung.
Das Paradoxon und die fehlenden Meilen
Zu Beginn der Diskussion beschrieb Dr. Pak ein zentrales Paradoxon der modernen Versorgung: Obwohl Innovationen den Fortschritt beschleunigen, nehmen chronische Erkrankungen weltweit weiter zu. „Wir leben in einer Ära der Menschheitsgeschichte, in der Milliarden von Menschen täglich ihren Schlaf, ihr Stressniveau und ihre Herzfrequenz erfassen. Dennoch nehmen chronische Erkrankungen weiter zu. Mehr Daten allein führen offenbar nicht automatisch zu einem besseren Wohlbefinden.“
Dr. Pak sprach in diesem Zusammenhang von 2 fehlenden Meilen. Die erste betrifft das Erkennen und Beobachten: Viele relevante Entwicklungen finden außerhalb der Arztpraxis statt. Bis vor Kurzem konnten sie weder kontinuierlich erfasst noch mit medizinischem Fachpersonal geteilt werden. Die letzte Meile ist das Handeln. Auch nach einer Diagnose und einem Behandlungsplan müssen Menschen notwendige Veränderungen jeden Tag selbst umsetzen. Im hektischen Alltag fällt das oft schwer.
Connected Care: Daten verstehen, Handeln ermöglichen
Samsung ist laut Dr. Pak gut aufgestellt, um beide Lücken zu schließen. Technologien von Wearables über Smartphones bis hin zum vernetzten Ecosystem begleiten die Menschen im Alltag und erfassen nicht nur biometrische Daten, sondern auch den jeweiligen Kontext. „Wir sehen nicht nur eine Zahl, sondern erkennen, was dahintersteckt: Ist jemand bereit für eine Veränderung oder braucht die Person zusätzliche Unterstützung? Genau in diesem Moment präsent zu sein, wenn Entscheidungen getroffen werden, ist für Krankenhäuser und andere Unternehmen nur schwer mess- und machbar.“
Die Lücken schließen, kann jedoch kein Unternehmen allein. Deshalb entwickelt Samsung gemeinsam mit Partnern Connected Care. Ziel ist es, die erste und die letzte Meile zu schließen und Prävention in großem Maßstab zu ermöglichen. AI treibt beide Bereiche voran. Für die Diskussion nannte Dr. Pak 3 Schwerpunkte: Alltagsverhalten, klinische Zuverlässigkeit und Datenschutz sowie fortschrittliche AI und Forschung.
Gute Entscheidungen im Alltag leichter machen
Ernährung und Bewegung gehören zu den wichtigsten Faktoren für langfristiges Wohlbefinden und zu denen, die Menschen selbst besonders stark beeinflussen können. Gleichzeitig ist hier laut Dr. Pak die Lücke zwischen Wissen und Handeln besonders groß.
Kartik Poria, Head of Product bei Samsung Food, beschrieb diese Herausforderung anhand einer alltäglichen Situation: „Es ist Dienstag, 18 Uhr. Sie sind müde, schauen in den Kühlschrank und alles, was Sie über gesunde Ernährung wissen, tritt hinter der Frage zurück: „Was geht am schnellsten? Genau diesen Moment wollen wir verändern. Denn was Menschen Tag für Tag essen, ist einer der wichtigsten Hebel zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen.“
Samsung Health und Samsung Food setzen dabei an 2 Seiten desselben Problems an. Samsung Health macht sichtbar, was im Körper geschieht, etwa anhand von BMI, Antioxidantien-Index¹ und AGEs-Index². Samsung Food ergänzt diese Erkenntnisse mit einer globalen Rezeptdatenbank und intelligenten Ernährungsempfehlungen, die berücksichtigen, wie Menschen tatsächlich essen. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Erfassung von Daten, sondern eine Ernährung, das auf Erkenntnissen zur Verhaltensänderung basiert. Das System lernt individuelle Gewohnheiten kennen und unterstützt dabei, gute Entscheidungen einfach in den Alltag zu integrieren. „Wir fügen der täglichen To-do-Liste keine weitere Aufgabe hinzu. Wir wollen die gute Entscheidung zur einfachen Entscheidung machen, sowohl an Abenden, an denen Zeit und Energie zum Kochen da sind, als auch an denen, an denen sie fehlen.“
Bewegung: Persönliche Anleitung im richtigen Moment
Zum Thema Bewegung betonte Kevin Duffy, CEO von iFIT, die zentrale Bedeutung von Sport für das körperliche und mentale Wohlbefinden. Zugleich erläuterte er, wie die von Fachleuten entwickelten Programme von iFIT über Samsung Health noch leichter zugänglich werden. „Bewegung ist für das körperliche und mentale Wohlbefinden entscheidend – von Herz-Kreislauf-Gesundheit, Kraft und Beweglichkeit bis hin zu Schlafqualität und Stressbewältigung.“
Über Samsung Health können Nutzer*innen die Premium-Fitnessprogramme von iFIT entdecken und abonnieren. Die iFIT-Workouts sind zudem in die Samsung Galaxy Watch integriert, sodass sich wichtige Messwerte während geführter Trainingseinheiten verfolgen lassen. Der Fitness-Index fasst die körperliche Fitness in einem leicht verständlichen Wert zusammen und gibt personalisierte Empfehlungen. Künftig könnte der Samsung Health Assistant den Fitness-Index mit persönlichen Zielen und dem bisherigen Aktivitätsverlauf verknüpfen, um im passenden Moment ein relevantes Training vorzuschlagen. „Beim Sport geht es nicht nur darum, aktiv zu sein. Es geht darum, den eigenen Körper zu verstehen, nachhaltige Gewohnheiten aufzubauen und zur richtigen Zeit die passende Anleitung zu erhalten. Indem wir die von Fachleuten entwickelten Trainingserlebnisse von iFIT mit den vernetzten Erkenntnissen von Samsung Health kombinieren, können wir mehr Menschen dabei unterstützen, Bewegung zu einem festen Bestandteil ihres Alltags zu machen.“
Vom Interesse zum konkreten Handeln
Doch Inhalte und Erkenntnisse allein reichen laut Dr. Pak nicht aus, um die letzte Hürde zu überwinden. Entscheidend ist der Schritt vom Interesse zum konkreten Handeln. Samsung entwickelt deshalb Lösungen für den Alltag, die Menschen besonders dann unterstützen, wenn sie ins Straucheln geraten oder ihre Ziele verfehlen, zeitnah und passend zur jeweiligen Situation. Der Erfolg eines Systems bemisst sich dabei nicht daran, wie oft es Hinweise gibt, sondern wie viele gute Entscheidungen daraus entstehen. Das kann etwa bedeuten, dass sich die Empfehlung eines Arztes oder einer Ärztin für eine salzarme Ernährung direkt im Warenkorb widerspiegelt oder ein Trainingsprogramm auf die aktuelle Tagesform zugeschnitten wird. Für Kartik Poria liegt darin der entscheidende Wandel: Menschen nicht nur zu einer Handlung anzustoßen, sondern ihnen bessere Wahlmöglichkeiten zu bieten.
Klinische Evidenz und Datenschutz: Vertrauen als Grundlage
Anschließend richtete Dr. Pak den Blick auf das Thema Vertrauen. Zwar seien die meisten Ärzt*innen inzwischen mit Daten von Wearables vertraut, doch nur wenige hätten diese bereits in die tägliche Versorgung integriert. Um diese Lücke zu schließen, brauche es klinische Evidenz, geeignete Arbeitsabläufe und Vertrauen. Rohit Ail, Leiter des Technology Incubation Lab am Samsung R&D Institute UK (SRUK), erläuterte, wie sein Team klinische Erkenntnisse unter realen Bedingungen gewinnt. „Unser Ziel ist es, die Standards zu erfüllen, die Ärzt*innen, Forscher*innen und Aufsichtsbehörden erwarten. Dafür müssen wir Evidenz in realen klinischen Umgebungen schaffen. Dieses Engagement baut auf der wachsenden klinischen Forschung von Samsung und umfangreichen Validierungsdaten auf.“ Samsung arbeitet dazu mit verschiedenen Partnern in Europa zusammen, darunter der britische National Health Service (NHS) und führende Krankenhäuser. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum San Cecilio in Spanien und dem Gemelli-Krankenhaus in Italien erforscht Samsung, wie sich Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mithilfe von AI und Technologien zur Entscheidungsunterstützung erkennen und bewältigen lassen.
Eine weitere Kooperation mit der Fondazione IRCCS in Italien untersucht mögliche Spätfolgen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach einer Krebserkrankung. Zum Einsatz kommen AI-basierte digitale Phänotypisierung und ein nicht-invasiver, ganzheitlicher Ansatz.
Beim Datenschutz folgt Samsung laut Ail einem klaren Grundsatz: Die Daten gehören den Nutzer*innen, Samsung übernimmt die Rolle des Verwalters. „Vertrauen beginnt mit dem Schutz der Nutzerdaten. Samsung setzt dabei auf 3 Ebenen: Samsung Knox für die Sicherheit auf dem Gerät, eine DSGVO-konforme Infrastruktur und die Orientierung am Rahmen des European Health Data Space.“ Darüber hinaus hat SRUK ein Rahmenwerk für dezentrale klinische Studien entwickelt. Dabei verbleibt die Identität der Teilnehmenden unter der Kontrolle der jeweiligen Gesundheitsorganisation, während die Daten von Beginn an pseudonymisiert werden.
Fortschrittliche AI und Forschung: Die Sprache des Körpers verstehen
Wenn Reichweite im Alltag und klinische Zuverlässigkeit 2 der 3 Säulen bilden, verbindet AI beide miteinander. Dr. Pak bezeichnete Foundation Models als Wendepunkt: Sie ermöglichen den Schritt von allgemeinen Bevölkerungsdaten hin zu individuellen Erkenntnissen.
Otávio Penatti, Leiter des Forschungs- und Entwicklungsteams für Health-AI am Samsung R&D Institute Brazil (SRBR), erläuterte, welches Potenzial Foundation Models für den Bereich bieten. „Aufbauend auf dem Erfolg großer Sprachmodelle können wir komplexe Biosignale wie EKG, ACC und PPG nicht mehr nur als einzelne Datenpunkte, sondern als strukturierte biologische Sprache interpretieren. Diese Signale lassen sich im Alltag einfach über Wearables erfassen. In Verbindung mit Foundation Models können sie genauere Vorhersagen sowie kontinuierliche und personalisierte Einblicke in den körperlichen Zustand ermöglichen.“
Ähnlich wie Sprachmodelle Wörter und Sätze verstehen, können Gesundheitsmodelle Muster erkennen, Zusammenhänge ableiten und Körpersignale interpretieren. So könnten sich frühe Anzeichen von Erkrankungen erkennen und Verhaltensdaten mit gesundheitlichen Entwicklungen verknüpfen lassen.
3 Schwerpunkte, ein gemeinsames Ziel
Zum Abschluss bat Dr. Pak die Teilnehmer*innen, ihre Vision von Connected Care im Zeitalter der AI in einem Satz zusammenzufassen.
Kartik Poria, Samsung Food, sagte: „In 5 Jahren wird gesunde Ernährung nicht mehr von Willenskraft abhängen. Es wird sich anfühlen, als hätte man einen Koch und einen Ernährungsberater in der Hosentasche, die jeden Tag das, was der Körper braucht, in eine passende Mahlzeit übersetzen.“
Kevin Duffy, iFIT, brachte auf den Punkt: „Ein Trainer, der den eigenen Körper kennt und jedes Training an die aktuelle Verfassung anpasst.“
Rohit Ail, SRUK, ergänzte: „Eine Gesundheitsversorgung, der Ärzt*innen vertrauen und die Patient*innen selbst mitgestalten – evidenzbasiert und von Grund auf datenschutzorientiert.“
Und Otávio Penatti, SRBR, schloss mit: „Eine AI, die die Sprache des Körpers versteht und handelt, bevor Probleme entstehen.
Dr. Pak führte die 3 Schwerpunkte abschließend zusammen: Alltagsverhalten, klinische Zuverlässigkeit und persönliche AI. Das gemeinsame Ziel ist, die erste und die letzte Meile zu überbrücken, Prävention in großem Maßstab zu ermöglichen und Menschen in ihrem Alltag zu erreichen. „Die Zukunft von Wohlbefinden und Fitness ist vernetzt, vertrauenswürdig und proaktiv und diesen Weg wollen wir gemeinsam gehen.“
¹ Antioxidantien-Index ist verfügbar auf Android Smartphones (Android 10 oder aktueller) und erfordert die Samsung Health-App Version 6.30.2 oder aktueller. Samsung Account Login erforderlich. Die Messung des Antioxidantien-Index ist verfügbar ab der Samsung Galaxy Watch8-Serie inkl. Galaxy Watch Ultra. Zum Messen den Finger auf den Sensor auf der Rückseite der Samsung Galaxy Watch legen und 5 Sekunden lang gedrückt halten. Für ein genaues Ergebnis wird der Daumen empfohlen. Eine wiederholte Messung aufgrund einer ungleichmäßigen Hautstruktur kann zu ungenauen Ergebnissen führen. Der Antioxidantien-Index dient nur zu Fitness- und Wellnesszwecken. Dies ist eine Labs-Funktion, die Nutzer*innen vor der offiziellen Einführung testen können. Nicht für die Verwendung zur Erkennung, Diagnose oder Behandlung medizinischer Zustände vorgesehen und lediglich zur persönlichen Information bestimmt. Für medizinische Beratung bitte ärztliches Fachpersonal aufsuchen.
² Für die erweiterte Glykationsendprodukte (AGEs)-Funktion ist eine Anmeldung im Samsung Account und die Samsung Health App 6.27 oder höher erforderlich. Verfügbar auf Geräten mit Android OS 10 (Q OS) oder höher. Der AGEs-Index wird von der Samsung Galaxy Watch7 und neueren Samsung Galaxy Watch-Modellen unterstützt. Damit der AGEs-Index erfasst werden kann, muss die Galaxy Watch während des Schlafens getragen werden. Der AGEs-Index dient ausschließlich zur persönlichen Orientierung und ist nicht zur Erkennung, Diagnose oder Behandlung medizinischer Beschwerden gedacht. User werden gebeten, sich bei gesundheitlichen Fragen immer an eine ärztliche Fachkraft zu wenden.





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