Intel Nova Lake-S: Neue Core Ultra 4000 CPU-Modelle geleakt

Core Ultra 9 4970K BFC soll mit 28 Kernen und großem Cache an der Spitze stehen

Die kommende Desktop-Generation Nova Lake-S von Intel nimmt konkretere Formen an. Ein neuer Leak nennt gleich sieben Modelle der erwarteten Core Ultra 4000 Serie und liefert dabei Hinweise auf die geplante Namensgebung, Kernkonfigurationen und Varianten mit besonders großem Last-Level-Cache. An der Spitze soll der Core Ultra 9 4970K BFC stehen, aber Intel selbst hat die genannten Modellbezeichnungen bislang nicht bestätigt.

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Das auffälligste Modell ist der Core Ultra 9 4970K BFC. Er soll über acht Performance-Kerne, 16 Effizienzkerne und vier Low-Power-Effizienzkerne verfügen. Damit kommt der Prozessor auf insgesamt 28 Kerne.

Das Kürzel BFC soll dabei Varianten mit einem besonders großen Last-Level-Cache kennzeichnen. In früheren Nova-Lake-Leaks war bereits von einem „Big Last Level Cache“ (bLLC) mit deutlich größerem Cache-Ausbau die Rede, wodurch die neuen CPUs 10 bis 60 Prozent schneller werden sollen. Der 4970K BFC wäre damit nicht lediglich ein höher getaktetes Spitzenmodell, sondern könnte sich auch über seine Cache-Ausstattung von den regulären Varianten unterscheiden.

Der bislang ebenfalls aufgetauchte Core Ultra 9 4950K soll dagegen auf 24 Kerne kommen, bestehend aus acht P-Cores und 16 E-Cores. Auch beim 4950K wird eine TDP von 125 Watt genannt, während der 4970K BFC ebenfalls mit 125 Watt geführt wird. Die geleakte Liste umfasst insgesamt sieben Desktop-Prozessoren:

Auffällig ist dabei die Rückkehr zu vierstelligen Modellnummern. Während Arrow Lake-S beispielsweise als Core Ultra 9 285K vermarktet wird, könnten Nova-Lake-S-Prozessoren künftig Bezeichnungen wie 4970K oder 4870K tragen. Auch frühere Leaks hatten bereits auf dieses Schema hingedeutet.

Neben dem Spitzenmodell tauchen mit dem Core Ultra 9 4900 BFC und dem Core Ultra 7 4870K BFC zwei weitere Prozessoren mit BFC-Kennzeichnung auf. Beide sollen vier Low-Power E-Cores und einen größeren Last-Level-Cache besitzen. Damit deutet sich eine zusätzliche Differenzierung innerhalb der Nova Lake-S Familie an. Intel könnte bestimmte Modelle mit einem größeren Cache ausstatten, während technisch verwandte Varianten ohne BFC-Bezeichnung mit einer konventionelleren Cache-Konfiguration erscheinen.

Die zugrunde liegende Architektur soll zunächst Prozessoren mit bis zu 28 Kernen umfassen. Für einen späteren Ausbau werden allerdings auch Nova Lake-S Konfigurationen mit bis zu 52 Kernen erwartet. Diese sollen zwei Compute-Tiles kombinieren und sind in der nun geleakten Liste noch nicht enthalten.

Die neuen Modellnummern passen zu den bisherigen Hinweisen auf Intels nächste Desktop-Plattform. Nova Lake-S soll den aktuellen Sockel LGA1851 ablösen und auf LGA1954 sowie eine neue 900er-Chipsatzfamilie setzen. Öffentliche Tests haben bereits 24- und 28-Kern-Konfigurationen von Nova Lake-S gezeigt.

Aktuelle Berichte erwarten die ersten Desktop-Prozessoren der Core Ultra 400 Serie im ersten Quartal 2027. Die nun aufgetauchten sieben Modelle dürften damit zum ersten Schwung der neuen Plattform gehören. Bis zur offiziellen Vorstellung können sich sowohl Modellbezeichnungen als auch technische Daten jedoch noch ändern.

Quelle: LC Tech Leaks @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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