Speicherknappheit bis 2030: Fertigungskapazitäten bleiben knapp

SK hynix öffnet die Bücher und zeigt einen Blick auf die Zukunft auf

Die Speicherkrise dürfte sich wohl vor 2030 nicht bessern. So hat der große Speicherhersteller SK hynix die Bücher geöffnet und formidable Quartalsergebnisse vorgelegt. Dabei hat man auch mitgeteilt, dass allein die langfristigen Liefervereinbarungen 50 % der Fertigungskapazitäten in den Jahren 2027 und 2028 auslasten. Der KI-Hype hat den südkoreanischen Zulieferer zu einem der größten Profiteure gemacht.

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Als Umsatz vermeldete SK hynix im 3. Quartal 2026 104,62 Billionen südkoreanische Won. Der Nettogewinn stieg auf 39,78 Billionen Won an. Gegenüber dem direkten Vorquartal ist der Umsatz damit um satte 32 % gewachsen. Der Gewinn erhöhte sich um sogar 38 %. Für Wachstum sorgten verschiedene Geschäftsbereiche, unter anderem etwa der DDR5-RAM für Server. Zudem lieferte man nochmals mehr HBM4 an Geschäftskunden aus.

Ein Ende des Wachstums sieht SK hynix noch nicht gekommen. So erwartet man auch für das 4. Quartal 2026 weitere Anstiege bei Umsätzen und Gewinnen. Man nimmt auch an, dass im nächsten Quartal eine Wachablösung folgen dürfte. HBM4 dürfte in den Auslieferungsmengen sowie auch den Umsatzanteilen erstmals HBM3E übertreffen.

SK hynix hat auch erklärt, dass die hauseigenen Produktions­kapazitäten für DRAM und HBM im Grunde bis inklusive 2028 durch einerseits bestehende, langfristige Vereinbarungen oder laufende Verhandlungen mit Partnern ausgebucht seien. Speziell bei HBM liege die Situation so, dass die Nachfrage derzeit rund doppelt so hoch sei wie das Angebot.

SK hynix will zwar die Fertigungskapazitäten ausbauen, das wird jedoch Jahre dauern. Vor 2030 dürfte sich daher am Markt keine Linderung ergeben.

Quelle: SK hynix

André Westphal

Redakteur

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