KT333A mit Serial ATA

Serial ATA ab Mitte des Jahres erstmals verfügbar

Nach uns vorliegenden Informationen eines Mainboardherstellers wird der VIA KT333A mehr Innovationen zu bieten haben, als in der Vergangenheit angenommen. In den letzten Tagen aufgetauchte Informationen sprachen allesamt von AGP 8x, USB 2.0, UDMA133 und dem neuen 533MB/s V-Link. Natürlich unterstützt der Chipsatz auch PC2700 DDR-RAM (166MHz). Bestritten wurde aber von jedem befragten Mainboardhersteller, dass der KT333 sowie der KT333A auch einen 166MHz FSB unterstützen. Nur mit dem ist der Einsatz von 166MHz schnellem Speicher überhaupt sinnvoll. Der schnelle Speicher bringt so gut wie keinen Leistungsvorteil, solange der Prozessor weiterhin mit einem 133MHz schnellen FSB arbeitet. Wir wurden jedoch ein weiteres Mal enttäuscht: Der KT333A wird keinen 166MHz FSB anbieten. Er wird auch nicht anstelle des KT333 erscheinen, wie heute aufgetauchte Gerüchte besagen. Der KT333 wird geplant in den nächsten Wochen mit ersten Mainboards verkauft. Etwa Anfang des zweiten Quartals 2002 folgt dann der KT333A und wird parallel zum KT333 produziert. Es handelt sich also um keinen Nachfolger des KT333, eher um eine Ergänzung.

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Doch nun zur eigentlichen Neuheit. Die beim KT333A benutze Southbridge VT8235 wird erstmals neben UDMA133 auch Serial ATA unterstützen. Serial ATA ist der Nachfolger des derzeitig für den Anschluß von Festplatten benutzten UDMA-Standards. UDMA133 kann maximal 133MB/s übertragen und benötigt unhandliche, breite Flachbandkabel. Serial ATA kann in der ersten Version 1,5GBit/s (190MB) übertragen. Die Kabel bestehen nur noch aus einem vieradrigen Strang und dürfen 100cm lang sein. Das umständliche Jumpern der Platte (Master/Slave) entfällt zukünftig. Bei Serial ATA besitzt jedes Gerät einen eigenen Port im Controllerchip und muss mit einem eigenen Kabel verbinden werden. Da die Kabel jedoch weitaus dünner sind als Flachbandkabel, wirkt das Gehäuseinnere auch bei mehreren Serial ATA Kabeln aufgeräumter.
Die Branche ist sich einig, dass Serial ATA die Nachfolge von UDMA antreten wird. Der Standard findet breite Unterstützung von Seiten der Chipsatz- und Festplattenhersteller. Bei UDMA133 ist das nicht so. Der wichtigste Chipsatzhersteller, Intel, und der zweitgrößte Festplattenhersteller Seagate unterstützen UDMA133 nicht. Beide warten auf Serial ATA. Intel bietet Serial ATA jedoch erst ab 2003 mit dem Intel Controller Hub 5 (ICH5) an. VIA übernimmt mit dem KT333A also die Vorreiterrolle in bezug auf Serial ATA, und das, obwohl man sich erst kürzlich zu UDMA133 bekannte.

Serial ATA Festplatte (Bildquelle: Heise)

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