Intel bestätigt Gerüchte

IDF: HyperThreading im Pentium 4 - CPU-Rating für Banias - P4 4,5 GHz

Auf dem derzeit in San Jose (Kalifornien) stattfindenden Intel Developer Forum (IDF) gibt der Prozessorhersteller einen Ausblick auf kommende Technologien und bestätigt dabei einige bereits im Vorfeld aufgetauchte Gerüchte. So hat Intel-President Paul Otellini nun auch offiziell den Pentium 4 mit 3 GHz für das vierte Quartal diesen Jahres angekündigt. Dieses Modell wird die HyperThreading Technologie beinhalten, eine Art virtuelles Dual-CPU-System mit nur einem Prozessor. Ein Dual-CPU-geeignetes Betriebssystem vorausgesetzt, soll HyperThreading in dafür ausgerichteten Anwendungen nach Angaben von Intel bis zu 25% mehr Leistung bringen. In der Praxis und im Alltagsbetrieb wird es meistens wohl deutlich weniger sein, aber genauere Leistungswerte stehen noch aus.

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Otellini bestätigte außerdem unsere Annahme, dass der für das erste Halbjahr 2003 geplante mobile Prozessor mit dem Codenamen ‚Banias‘ ein CPU-Rating erhalten soll. Der Banias wird bei niedrigerem Takt schneller sein als z.B. der Mobile Pentium 4-M, so so dass mit dem Rating eine bessere Vergleichbarkeit geschaffen werden soll.
Konkurrent AMD hatte bereits mit dem Athlon XP ein Performance Rating eingeführt, da diese Prozessoren im Vergleich mit dem Intel Pentium 4 (und dem Vorgängerprozessor Athlon) eine höhere Pro-MHz-Leistung besitzen.
Das Rating des Banias wird sich aber natürlich grundsätzlich von AMDs Einstufungen unterscheiden. Laut Otellini soll nicht nur die Performance, sondern z.B. auch die Effektivität der Stromspartechnologie in das Rating einbezogen werden. Allerdings ist noch unklar, wie Intel dies erreichen und dem Kunden plausibel erklären will.

Tradition beim IDF ist auch, dass Intel einen soweit wie möglich übertakteten Prozessor präsentiert. Letztes Jahr um diese Zeit waren es 3,5 GHz und im Sommer 2000 ein Pentium 4 mit 2 GHz. Dieses Jahr erreichte ein Pentium 4 System mit spezieller Kühlung immerhin 4,5 GHz. Allerdings nimmt Intel diese Geschichte selbst nicht mehr ganz so ernst. Das System wurde schrittweise unter Windows XP soweit übertaktet bis es zum Absturz kam. Mehr als eine Spielerei ist das nicht, zumal keine Benchmarks gefahren und auch keine Informationen über den verwendeten Prozessor (schon in 90nm gefertigt?) herausgegeben wurden.

Weitere Informationen sind den zahlreichen Pressemitteilungen von Intel zu entnehmen.

San Jose Convention Center
Paul Otellini - Intel President
Übertaktet auf 4,5 GHz

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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