IDF: PCI-Express Standard der Zukunft

Intel gründet Entwicklernetzwerk für PCI-Express

Neben den neuesten Entwicklungen rund um Intel’s CPU-Kerngeschäft dreht sich das Intel Developer Forum (IDF) auch um die Weiterentwicklungen in der Umgebung der CPU. Hierzu zählen auch die Verbindungen zwischen den einzelnen Controllern auf den Mainboards. Der nun schon deutlich angegraute PCI-Bus wird in den nächsten Jahren von Grund auf renoviert. Der Nachfolger wird nach dem Willen der Standardisierungsgruppe PCI-Express heissen. Features wie serielle Punkt zu Punkt Verbindungen, skalierbare Bandbreite von 100 MB/s bis 3,2 GB/s, differentielle Datenübertragung und vieles mehr sollen zur vollständigen Ablösung der bisherigen Verbindungstechniken auf den Mainboards führen. Die Spezifikation für PCI-Express liegt vor, auf dem IDF wurden nun erste mechanische Samples von Mainboards mit PCI-Express Slots gezeigt. Nach den auf dem IDF gezeigten Roadmaps kann man mit Produkten rund um 3GIO/PCI-Express ab 2004 rechnen. Um für eine möglichst breite Unterstützung des Konzepts von Anfang an zu sorgen, baut Intel ein Entwicklernetzwerk auf.

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Das neue Konzept hat mittlerweile drei Namen: „3GIO“ (Third Generation I/O), „Arapahoe“ und zu guter letzt der offizielle Name „PCI-Express“. Während PCI-Express nur das reine Bussystem meint, geht „3GIO“ einen Schritt weiter und definiert auch Veränderungen am ATX-Gehäuse und der Anordnung der einzelnen Komponenten auf der Hauptplatine. Auf dem IDF wurden mechanische Samples von Hauptplatinen mit PCI-Express Slots gezeigt, die bereits grobe Merkmale der Veränderungen erkennen lassen: Die CPU rückt wesentlich mehr zur Vorderseite des Gehäuses. Die Speicherslots sind nun direkt vor dem I/O-Bereich angeordnet, welche scheinbar ihren Platz mit den Erweiterungskarten tauschen. Dieses Konzept zur Weiterentwicklung des ATX-Standards wird „Big Water“ genannt. Ein ähnliches für Micro-ATX existiert ebenfalls: „Tide Water“.

Auf dem mechanischen Sample sind auch gut die relativ kurzen PCI-Express Slots zu sehen, die wohl nur 1-2 „Lanes“ fassen und damit relativ gemächliche Datenraten von maximal 200 MB/s bieten würden. Da diese Bandbreite jedoch jedem Slot exklusiv zur Verfügung steht und nicht mit anderen Controllern geteilt werden muss, ist dies nicht unbedingt ein Nachteil. Ein grosser Vorteil dieser kurzen Slots ist jedoch die Möglichkeit, direkt darüber herkömmliche PCI 2.x Slots anzubringen. Dadurch könnte man einen Slot entweder mit einer gewöhnlichen PCI-Karte oder einer neuen PCI-Express Karte bestücken. Daneben ist auch noch ein langer PCI-Express Slot zu erkennen, der wohl deutlich mehr Lanes ermöglicht und damit möglicherweise schon als Konzept für einen AGP-Ersatz stehen könnte.

Einige Analysten sprachen nebenbei auch von einem „Bus-War“, da der von Intel geprägte PCI-Express auch in Gefilden von AMD’s „HyperTransport“ wildern soll. Mehr zum Konzept von PCI-Express in unserem Report: Der Nachfolger von PCI: PCI-Express

mechanisches Muster 3GIO/PCI-Express
PCI-Express Roadmap
kurze PCI-Express Slots
der lange PCI-Express Slot
PCI-Express Geschwindigkeit im Vergleich (HL = HubLink)

Quelle: Anandtech

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