Athlon 64 mit SSE2 angetestet

c't legt bei Prototyp-Benchmarks nochmal nach: mit Intel-Optimierung

Vor zwei Wochen hatte das bekannte Computermagazin c’t bereits erste Benchmarks eines Prototypen des kommenden AMD Athlon 64 Prozessors veröffentlicht. Mittlerweile wurde nochmal nachgetestet, jetzt unter Berücksichtigung der nun auch in der AMD-CPU integrierten SSE2 Befehlserweiterungen (Streaming SIMD Extensions 2). Anfang des Jahres hatte AMD schon bestätigt, dass die kommenden 64bit-Prozessoren statt der selbst entwickelten 3DNow!-Erweiterung diese Intel-Technologie verwenden werden, mit der u.a. zwei Gleitkommabefehle in doppelter Genauigkeit parallel ausführbar sind.

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Durch SSE2 konnte der Athlon 64 Prototyp mit 1.2 GHz seine Resultate im SPEC Prozessor-Benchmark um 5% bzw. 7% steigern und lag damit noch deutlicher als bisher vor dem zum Vergleich herangezogenen Pentium 4 mit 2.2 GHz. Weitere Testergebnisse hat die c’t leider (noch) nicht veröffentlicht, aber man darf davon ausgehen, dass die Leistungssteigerung in realen Anwendungen etwas niedriger ausfällt.

Intel verwendet SSE2 im Pentium 4 Prozessor und damit seit November 2000. AMD hatte schon bei der Einführung des Palomino-Kerns im Mai 2001 den ersten Schritt in Richtung Unterstützung der Intel-Befehlssätze gemacht, denn die Erweiterung “3DNow! Professional“ beinhaltet die SSE-Instruktionen, mit denen der Intel Pentium III vor einigen Jahren ausgestattet wurde.

Der Athlon 64 (Codename: ClawHammer) soll im März oder April nächsten Jahres auf den Markt kommen und wird voraussichtlich zunächst mit einer Taktrate von 2 GHz laufen. Wie AMD das Performance Rating dieser CPU festlegt, ist noch nicht bekannt.

Athlon 64 SSE2 Benchmarks der c't im Detail

Quelle: Heise

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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