nVidia kooperiert mit IBM

Einer der neuen GeForce FX Grafikchips wird in Kürze von IBM gefertigt

Grafikspezialist nVidia und die Microelectronics Division von IBM haben einen dreijährigen Vertrag über die Fertigung von Grafikchips bei IBM abgeschlossen. In der neuen Fabrik von IBM in East Fishkill im US-Bundesstaat New York werden zukünftig auch GeForce FX Grafikchips hergestellt. Diese Fab hat vor kurzem die Produktion in 130nm Technologie auf 300mm Wafern aufgenommen. Auch AMD ist Anfang Januar eine Kooperation mit IBM bezüglich dieser Fabrik eingegangen.

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Alle Seiten betonen, dass diese Kooperation keinen Einfluss auf die Zusammenarbeit von nVidia und dem taiwanesischen Fabrik-Betreiber TSMC hat. Es gäbe keine Probleme mit TSMC und man werde weiterhin bei TSMC fertigen lassen, versicherte ein nVidia-Sprecher. TSMC hat in den letzten fünf Jahren immerhin insgesamt 200 Millionen Chips für nVidia gefertigt.

Bei IBM soll nach Angaben von nVidia ein oder mehrere Modelle der GeForce FX Serie produziert werden. Diese besteht derzeit aus drei Modellen: 5200, 5600 und 5800. Die Vereinbarung mit IBM verlangt nicht, dass IBM und TSMC die gleichen Grafikchips fertigen. Man kann deshalb wohl davon ausgehen, dass IBM mit der Herstellung eines bestimmten FX Modells beauftragt wird, während TSMC die anderen Varianten produziert.

nVidia hatte wohl auch mal testweise die Fertigung bei TSMC-Konkurrent UMC in Taiwan ausprobiert, allerdings wurde dort nach Angaben des nVidia-Sprechers nichts in Serie hergestellt.

IBM wird voraussichtlich im Spätsommer mit der Produktion erster Musterchips in 90nm Technologie beginnen. Damit dürfte nVidia auch sicher gestellt haben, dass eine der künftigen Generationen ihrer Grafikchips in dieser Prozesstechnik hergestellt wird.

Quelle: EE Times

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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