Importzoll für Hynix-Speicher

EU setzt 33% Zoll für Importe des koreanischen RAM-Herstellers an

Bereits vor einem Monat sickerten entsprechende Gerüchte durch, jetzt ist es offiziell: auf den Import von DRAM-Speicher des koreanischen Herstellers Hynix erhebt die Europäische Union zukünftig einen Zoll in Höhe von 33%. Damit folgt die EU dem Beispiel der USA. Dort wurde Anfang diesen Monats (vorläufig) entschieden, ein Importzoll für Hynix-DRAM von 57,4% zu erheben.

Anzeige
Als Gründe werden die nach Meinung der EU-Kommission illegalen Subventionen der südkoreanischen Regierung für Hynix genannt, die zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Parallel zu Konkurrent Micron in Nordamerika hat in Europa Infineon dieses Verfahren gegen Hynix, immerhin der viertgrößte Speicherhersteller der Welt, vor einem Dreivierteljahr beantragt. Angeblich denken die Mitbewerber Elpida und Nanya in Taiwan und Japan über ein ähnliches Vorgehen nach.

Hynix selbst wiegelte schon vor einem Monat ab. Es gäbe genug Wege, um einen Importzoll der EU zu umgehen, indem die Einfuhren über andere Firmen und Länder umgeleitet werden.
Ernst ist die Lage aber trotzdem, wie ein Blick auf die Website der Vereinigung der Hynix-Aktionäre in Korea zeigt. Dort gibt man sich schon kämpferisch und begrüßt den Besucher mit einer kriegerischen Zeichnung sowie dem Spruch “Hynix will survive“ (Hynix wird überleben).

Hynix will survive?

Quelle: SiliconStrategies.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.