Linux Hardware News

Morphix, nVidia-Treiber, erste Distros für Opteron, TCPA-Spekulationen

Die Morphix Instant-CDs sind nun als Version 0.3-5 zum Download bereit. Diese enthält einige Bugfixes, eine Festplatteninstallation sollte nun auch auf Systemen mit nVidia-Grafikkarten und auf Systemen mit SCSI-Laufwerken ohne Probleme funktionieren, Alsa-Unterstützung ist in Vorbereitung. Auf der KDE-CD ist nun auch die Brennsuite K3B enthalten.

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nVidia hat eine neue Version der Linux Grafiktreiber herausgebracht. Die “Release-Highlights“ unterscheiden sich aber fast nicht von der letzten Version. Neu sind nur einige Bugfixes.

Linux Mandrake und Suse liefern die Server-Versionen ihrer Betriebssysteme nun auch für AMD Opteron Systeme aus. Suse verkauft den SuSE Linux Enterprise Server 8 for AMD64 für rund 520 Euro mit einem Jahr Support.
Linux Mandrake hält mit dem Mandrake Linux Corporate Server 2.1 for the AMD Opteron processor für 750 bis 1500 Euro je nach Support dagegen. Wer jedoch erster war, lässt sich schwer sagen, da die Mitteilungen fast zeitgleich erschienen sind. Die Nachricht von Suse stammt jedoch aus New York, während Mandrakes Pressemitteilung schätzungsweise aus Frankreich kommt.

Die Trusted Computing Platform Alliance hat in den letzten Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Zusammen mit Microsofts Palladium (oder dem neuen Namen “next-generation secure computing base for Windows“) wird ihr von verschiedenen Seiten vorgeworfen, die totale Kontrolle über den Anwender und den “gläsernen User“ erreichen zu wollen. Der Protest regt sich von allen Seiten, auch auf den Seiten von Hartware.net, wo man deutlich einen Link zu NOTCPA.org sehen kann. Viele User sind teils aus Protest, teils aus Angst schon zu Linux gewechselt, oder haben dies zumindest vor. Da stellt sich für viele sicher die Frage, ob es auch für Linux ein Palladium Pendant geben soll. Schließlich legen neuere Entwicklungen dies tatsächlich nahe. Hierzu hat sich Linus Torvalds, der Gründervater von Linux, kürzlich in einer Mailinglistendiskussion geäußert. Da er mit Linux keine Politik machen will, soll die Entscheidung für oder gegen TCPA bei den Entwicklern und Anwendern selbst liegen. Somit dürfte die Zukunft so aussehen, dass es wohl in Zukunft optionale Kernel-Module mit TCPA Funktionen geben wird, so wie es heute schon proprietäre Module gibt, die in den freien Kernel eingebaut werden (ein Beispiel sind die Grafikkartentreiber von ATI und nVidia). Linus Torwalds lässt sich aber die Option offen, TCPA in Linux zu verbieten, wenn es überzeugende Argumente dagegen gibt. Zitat: “I always reserve the right to change my mind as a result of discussion.“
Anmerkung: Die original ZDNet-Meldung gibt es hier. Interessant ist vor allem dieses Zitat: “This is why I refuse to disallow even the ‚bad‘ kinds of uses — because not allowing them would automatically also mean that ‚good‘ uses aren’t allowed.“ Die guten Seiten von TCPA sind laut Industrie die Tatsache, dass der eigene PC vor Viren, Trojanern und Hackerangriffen geschützt ist und die eigenen Daten “sicher“ sind. Die Frage ist, ob TCPA dann auf Linux überhaupt Sinn macht, da eben diese guten Seiten auch ohne neue Hardware und Fernüberwachung zu erreichen sind, wie das Trusted Debian Projekt versucht zu beweisen. Oder hat Torwalds etwa kein volles Vertrauen in sein eigenes System?

Quelle: E-Mail

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