NV35: Infos, Bilder, Benchmarks

GeForce FX5900 Vorstellung nächste Woche, das Wichtigste schon jetzt

Bekanntlich wird der NV35 Grafikchip von nVidia in der nächsten Woche auf der Electronic Entertainment Expo Messe (E3) in Los Angeles vorgestellt. Gestern hat nVidia-Chef Jen-Hsun Huang dies erstmals auch offiziell bestätigt. Der neue Chip soll den nach den Worten von Huang “nicht erfolgreichen NV30“ (GeForce FX 5800) ablösen.

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Aber wie sieht die neue Produktreihe von nVidia genau aus? Wieviele Modelle wird es auf Basis des NV35 Grafikchips geben? Ist wieder eine aufwändige und laute Kühlung à la FX Flow erforderlich? Kann nVidias neues Top-Modell die Radeon 9800 Pro überflügeln? Zu diesen Fragen sind gestern abend von drei verschiedenen französischen Online-Magazinen schon vorab die Antworten geliefert worden.

Die wichtigste Neuerung beim NV35 ist schon länger bekannt: die Anbindung des Grafikspeichers über eine 256bit breite Schnittstelle. Der GeForce FX 5800 (Ultra) musste noch mit einem 128bit Interface auskommen und geriet auch dadurch gegen die ATI Radeon 9700 und 9800 (Pro) mit 256bit RAM-Anbindung ins Hintertreffen.
Der NV35 Grafikchip selbst unterscheidet sich vom Vorgänger ansonsten in ein paar neuen Features und Optimierungen. So soll die Gleitkomma-Leistung der Pixel Shader verdoppelt worden sein. nVidia nennt die neue Pixel Shader Engine “CineFX 2.0“. Dazu gehört auch die “UltraShadow“ Technologie, mit der die Performance bei der Generierung von Schatten-Effekten in den nächsten Generationen von Computerspielen deutlich gesteigert werden soll. Dies dürfte eindeutig auf den Einsatz in id Softwares kommendem Action-Reißer Doom III zielen.
Für die Verbesserung von Leistung und Bildqualität insbesondere bei eingeschalteter Kantenglättung soll “IntelliSample HTC“ sorgen. Dazu gehört u.a. eine Optimierung der Algorithmen für die Datenkompression (Z-Buffer). Genaueres ist hier aber noch nicht bekannt, so dass wir auf eine Bewertung in diesem Punkt noch verzichten sollten.
Das Kühlsystem der GeForce FX 5800 Ultra (FX Flow) gehört mit der Einführung des NV35 der Vergangenheit an, wie man anhand der Bilder schon erkennen kann. Zwar belegt auch der Cooler des NV35 den PCI-Slot neben dem AGP-Steckplatz, seine eher konventionelle Bauweise deutet aber ein deutlich leiseres Betriebsgeräusch an.

Von den nVidia-Partnern werden drei verschiedene Grafikkarten mit dem NV35 auf den Markt gebracht.
Die GeForce FX 5900 Ultra ist mit Taktraten von 450/850 MHz und 256MB DDR SDRAM das neue Top-Modell. TV-Ausgang und Video-Eingang sollen neben VGA- und DVI-Anschluss zum Standard gehören. Der Preis für diese Karte dürfte bei 500 Euro und mehr liegen.
Die GeForce FX 5900 ist dagegen nur mit TV-Out sowie weniger Speicher ausgestattet (128MB DDR SDRAM) und auch niedriger getaktet. Preislich liegt diese Grafikkarte bei etwa 400 Euro.
Die GeForce FX 5900 Value entspricht hinsichtlich Ausstattung der Standard-5900, dürfte aber noch etwas niedriger getaktet sein, um den zu erwartenden Preis von etwa 300 Euro zu rechtfertigen.
Während das Value-Modell im Juli kommen soll, verspricht nVidia die beiden schnelleren Grafikkarten angeblich schon für Juni.

Erste Benchmarks mit Futuremarks DirectX9-Tester 3DMark03 sind ebenfalls bereits veröffentlicht worden. Mit den jetzigen Treibern liegt die GeForce FX 5900 Ultra bei einer Auflösung von 1024×768 Pixeln knapp 9% vor der Radeon 9800 Pro und ca. 10% vor der GeForce FX 5800 Ultra. Nächste Woche dürfte nVidia aber wohl auch gleich einen neuen Treiber präsentieren, den “Detonator FX“. Dieser soll die GeForce FX 5900 Ultra nochmals beschleunigen, so dass der Vorsprung vor der Radeon 9800 Pro im 3DMark03 dann etwa 22% beträgt.
Weitere Benchmark-Resultate werden wir vermutlich in der nächsten Woche oder spätestens Anfang Juni geliefert bekommen. Dann wird man sehen, ob diese Ergebnisse durch andere Tests bestätigt werden.

nVidia GeForce FX 5900 Ultra
nVidia GeForce FX 5900 Ultra

Quelle: 3Dchips-fr

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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