Doom 3 und die Hardware

Mindestanforderungen und erste Benchmarks mit High-End Grafikkarten

Nach mehrjähriger Entwicklungszeit ist das neue Action-Spiel Doom3 bekanntlich jetzt fertig geworden und wird ab dem 3. August ausgeliefert. Hierzulande soll eine Version mit deutsch-sprachiger Anleitung wenige Tage später erscheinen.

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Von dem Game erwarten sich nicht nur die Entwickler von id Software und der Herausgeber Activision einen hohen Umsatz. Auch Hardware-Hersteller hoffen, dass viele Computerspieler ihre Systeme mit neuen Komponenten aufrüsten oder gleich einen neuen PC kaufen, um Doom3 in hoher grafischer Qualität erleben zu können. Als Anwender fragt man sich derzeit: Reicht mein System noch aus für Doom3? Welche neue Grafikkarte bringt die beste Leistung in diesem Spiel? Die Antworten darauf hat id Software selbst jetzt gegeben.

Nach Angaben von Todd Hollenshead, Chef von id Software, besitzt Doom3 die folgenden Mindestanforderungen:

  • Intel Pentium 4 mit 1,5 GHz oder AMD Athlon 1500 Prozessor
  • 384 MB Hauptspeicher
  • nVidia GeForce3 oder ATI Radeon 8500 Grafikkarte
  • 2 GB freier Festplattenplatz

Das sind vergleichsweise moderate Voraussetzungen für ein Spiel mit neuer Engine, die die bislang beste Grafik bieten soll. Allerdings heißt das ja auch nur, dass Doom3 mit einem solchen System “spielbar“ ist. Die höchste grafische Qualität darf man dabei nicht erwarten. Die empfohlene System-Konfiguration sieht dann auch schon etwas anders aus:

  • Intel Pentium 4 mit 3 GHz oder AMD Athlon XP/64 3000+
  • 512 MB bis 1 GB Hauptspeicher
  • DirectX 9.0 kompatible Grafikkarte mit mind. 128MB
  • 4 GB freier Festplattenplatz

Die ganz neuen und gerade erst auf den Markt kommenden Grafikkarten sind natürlich die erste Wahl für einen High-End PC. Aber auch hier gibt es recht deutliche Unterschiede bei der Performance. id Software hat interne Tests mit Doom3 auf verschiedenen Grafikkarten durchgeführt und diese Benchmarks jetzt von HardOCP veröffentlichen lassen.
Eine GeForce 6800 Ultra stellt demnach für Doom3 das Top-Produkt dar. Etwas überraschend liegt eine nVidia GeForce 6800 GT durchgehend vor dem (teureren) Top-Modell von ATI, der Radeon X800 XT Platinum Edition. Die Leistung der Radeon X800 Pro leidet in dem kommenden Spiel dagegen darunter, dass sie im Gegensatz zu den zuvor genannten Grafikkarten nur 12 statt 16 Pipelines besitzt. Bei 1600×1200 oder bei aktivierter Kantenglättung (FSAA) fällt sie dann relativ weit zurück.
Die einzelnen Benchmarks sind dem Bild unten zu entnehmen.
Allerdings dürften diese noch nicht endgültig sein, denn ATI und nVidia werden wohl noch ihre Treiber hinsichtlich Doom3 optimieren. Die Grafikchip-Entwickler hatten vor diesem Test keinen Zugang zu dem Doom3 Timedemo.
Für id Software Chef-Entwickler John Carmack sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Grafikkarten offenbar nicht so wichtig, denn er meinte, “all of the modern cards play the game very well“. Die aktuellen Benchmarks sollten nicht der alleinige Grund für eine Kaufentscheidung sein.
Interessante Schlussbemerkung von Carmack hinsichtlich Overclocking: Nach seiner Ansicht ist es wahrscheinlich, dass übertaktete Systeme, die bislang problemlos liefen, mit Doom3 Schwierigkeiten haben können. Dies liegt wohl daran, dass Doom3 bislang ungenutzte Teile der Grafikchips erstmals auch tatsächlich verwendet, also die Hardware komplett ausreizt. Übertakter sollten dies im Hinterkopf haben, wenn sie Doom3 in wenigen Wochen das erste Mal starten…

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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