Verschwörung um Sony Kopierschutz?

Konnten oder wollten Anti-Viren-Software-Hersteller nicht helfen?

Dass Sony mit seinem Kopierschutz XCP einen Fehler begangen hat und dass dieser dem Unternehmen mehr Schaden als Nutzen gebracht hat, ist mittlerweile bekannt. Nun klagt der Sicherheitsexperte Bruce Schneier die Hersteller von Sicherheitssoftware im Zusammenhang mit der Spyware an. Nach neuesten Zahlen wurden über 500.000 Computersysteme mit der Software infiziert. Hier stellt sich eindeutig die Frage nach dem „Warum“. Schließlich ist ein solcher auf CD befindlicher Kopierschutz nicht mit einem sich explosionsartig ausbreitenden Wurm oder Virus vergleichbar.

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Gemäß der offiziell von Sony vertretenen und überaus fraglichen Meinung: „Most people don’t even know what a rootkit is, so why should they care about it?“ (Thomas Hesse, Präsident Sony BMG) könnten auch die meisten Anti-Viren-Hersteller sowie Microsoft auf das Problem reagiert haben.
So erkannte der Virenscanner McAfee die schädlichen Codes erst am 9. November 2005, obwohl das Problem spätestens seit Ende Oktober bekannt gewesen war.
Wie Sony selbst reagierten andere Virenhersteller sowie der Softwareriese Microsoft äußerst spät. Erst am 13. November handelte Microsoft, um sein Betriebssystem zu schützen.
Die Gegenwehr fiel zusätzlich entsprechend schwach aus, so dass XCP von Antivirenprogrammen wie McAfee zwar erkannt und offengelegt, jedoch nicht gänzlich entfernt wurde.

Einziger Lichtblick ist laut Schneier „F-Secure“, von deren Seite der Kopierschutz offen angegriffen wurde – im Gegensatz zu anderen Firmen.

Dadurch drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob die entsprechenden Firmen nicht reagieren konnten oder wollten…

Quelle: Schneier.com

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