iPod-Produktion in der Kritik

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen

Das Image des Alternativen wird bei Apple immer noch hoch gehalten. Gerne sieht man sich als IT-Rebell, der den etablierten Konzernen durch Innovation Paroli bieten kann. Doch spätestens seit dem iPod mit dem integrierten DRM sollte man sich im Klaren sein, dass auch Apple ein Konzern ist. Und global agiert. Die beliebten MP3-Player werden beispielsweise in China produziert und dann weltweit verschifft.

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„The Mail on Sunday“ will von den dortigen Arbeitsbedingungen erfahren haben. In den Fabriken, in denen der iPod hergestellt wird, sollen den Arbeitern Hungerlöhne von 40 Euro pro Monat gezahlt werden, und das bei 15-Stunden-Arbeitstagen.
Während die Apple-Zentrale in Kaliforninen zu dem Thema schweigt, ließ man bei Apple Europe verlauten, dass die Anschuldigungen bezüglich den Arbeitsbedingungen in der chinesichen iPod-Fabrik einer Untersuchung unterzogen werden.
Der „Apple Supplier Code of Conduct“ setzt beispielsweise 60 Arbeitsstunden pro Woche als Höchstgrenze an, was von den betroffenen Fabriken wohl gebrochen worden ist. Beim Lohn soll nicht weniger als die regional gültigen Mindestlöhne bezahlt werden. Eine der beanstandeten Fabriken liegt in einer Region Chinas, die als Mindestlohn 80 Euro pro Monat oder 46 Eurocent pro Stunde vorschreibt.
Laut dem US-Magazin „Wired“ werden die iPods in China von der Firma „Foxconn“ produziert. Deren „Code of Conduct“ soll keine Obergrenze bei der Arbeitszeit beinhalten.

Quelle: www.heise.de

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