Akademische Weihen für Intels neue Prozessorengeneration

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Feldkirchen, den 9. August 2006 – Intel startet eine weltweite Initiative, um Studenten auf neue Anforderungen der Software-Entwicklung für seine Prozessoren vorzubereiten. Intel stellt seine Prozessorfamilien zurzeit auf eine neue Architektur mit mehreren Prozessorkernen (Cores) um. Das ermöglicht es, mehrere Aufgaben oder Programme parallel auf den verschiedenen Kernen zu bearbeiten. Diese Umstellung wird auch die Software-Entwicklung verändern – sie erfordert komplett neue Denkansätze und Design-Konzepte, um die Rechenleistung der Prozessoren vollständig auszuschöpfen. Die Initiative ist Teil des Intel® Software College und des Intel® Higher Education Program. Zusätzliche Informationen stehen im Internet unter folgenden Adressen bereit:

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www.intel.com/software/college und www.intel.com/education/higherend.

Intel stellt im Rahmen seines Hochschulprogramms weltweit 45 Universitäten umfangreiche Unterstützung zur Verfügung: Finanzmittel, Entwicklungs-Werkzeuge, Unterrichtsmaterialien, Vor-Ort-Trainings, das notwendige Fachwissen sowie eine langfristig angelegte Zusammenarbeit. So soll den Hochschulen ermöglicht werden, Konzepte für die neuen Multikern-Prozessoren in ihren Informatik-Lehrplänen zu berücksichtigen. Der Bedarf für entsprechend ausgebildete Absolventen wird in Zukunft steigen: Intel rechnet damit, dass bereits Ende 2006 mehr als 75 Prozent seiner Server-, Desktop- und Laptop-Prozessoren als Dual-Core-Modelle verkauft werden. Das heißt, sie verfügen über je zwei Rechenkerne. Und: Prozessorengenerationen mit vier, acht und noch mehr Kernen kündigen sich bereits an.

„Multikern-Prozessoren werden zu einer Durchsetzung der Parallelverarbeitung auf breiter Front führen“, erklärt Prof. Dr. Walter Tichy, Professor für Informatik an der Universität Karlsruhe sowie Direktor der Abteilung Softwaretechnik am Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe. „Intels Unterstützung in der Multikern-Ausbildung ermöglicht es, unsere Absolventen bereits jetzt in dieser neuen Technologie auszubilden. Wir erwarten mittelfristig eine starke Nachfrage nach fundierter Kompetenz in der Parallelverarbeitung.“

Top-Universitäten als Partner
Zu den deutschen Universitäten, die in dem weltweiten Programm mitarbeiten, gehören die die Universität Karlsruhe, die Technische Universität München sowie die RWTH Aachen. Außerdem nehmen führende Hochschulen in den USA, Brasilien, China, Indien, Mexiko, Russland, Taiwan und Europa teil. Die ersten Hochschulkurse über Multiprozessor-Lösungen werden bereits ab Herbst dieses Jahres angeboten. Intel rechnet damit, dass ab 2007 hunderte weiterer Universitäten zum Programm dazustoßen werden.

„Bei der Einführung einer neuen Generation der Computertechnologie und neuer, kreativer Produkte in den Markt ist die Ausbildung der Software-Entwickler von Morgen entscheidend – nur so können sie die kommende Software-Generation für moderne Multikern-Plattformen entwerfen, implementieren und austesten“, sagte Renee James, Vice President und Geschäftsführer von Intels Software and Solutions Group. „Das volle Potenzial der Multi-Core-Systeme entfaltet sich nur dann, wenn die Software alle Fähigkeiten des Prozessors ausschöpft. Durch die Zusammenarbeit mit den weltbesten Universitäten gestaltet Intel die Zukunft des Hochleistungs-Computing mit“, schließt James.

Experten von Intel vor Ort
Der von Intel vorgeschlagene Lehrplan zum Thema Multikern-Prozessoren umfasst eine Einführung in die Intel Multi-Core-Architektur. Er zeigt Informatikstudenten, wie sie mithilfe von Intels Compilern und Threading-Tools auf Systemen mit mehreren Prozessoren und jeweils mehreren Prozessorkernen die maximale Leistungsfähigkeit ihrer Programme erzielen. Zum Unterrichtsstoff gehören außerdem die Bedeutung der Parallelverarbeitung, Threading-Konzepte, Threading-Methodik und die Programmierung mit Threads in Windows, OpenMP und PThreads.
Experten des Intel® Software College halten an den Universitäten Schulungseinheiten zum Thema Multi-Threading ab. Intel stellt außerdem Kursmaterialien zur Verfügung und stattet die Trainer mit Laptops mit Dual-Core-Prozessoren aus. Darüber hinaus erhalten die Hochschulen Lizenzen für Software-Entwicklungsprodukte von Intel sowie Zugriff auf Online-Foren und technischen Support.