3DMark Vantage ist da

Neuer DirectX 10 Benchmark für Vista: sechs Grafikkarten im Vergleich

Wie angekündigt hat Futuremark soeben den „3DMark Vantage“ zum Download freigegeben. Der neue Grafik-Benchmark wurde komplett neu für DirectX 10 entwickelt und ist demzufolge nur auf Windows Vista und DX10-kompatiblen Grafikkarten lauffähig (für XP und DX9 verweist Futuremark auf den 3DMark06). Hartware.net konnte den 3DMark Vantage vorab unter die Lupe nehmen und hat sechs aktuelle Grafikkarten von Nvidia und AMD darauf verglichen.

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Der 3DMark Vantage bietet vier Voreinstellungen (Presets) mit unterschiedlichen Qualitätsstufen, mit denen getestet werden kann: Entry (1280×1024), Performance (1280×1024), High (1680×1050) und Extreme (1920×1200). Für die letzten beiden ist eine Grafikkarte mit mindestens 512 MByte Speicher notwendig.
Mit jeder Voreinstellung erhöht sich die Qualitätsstufe bei den zwei Grafiktests („Jane Nash“ und „New Calico“). Die ebenfalls integrierten CPU-Tests (für künstliche Intelligenz und Physikberechnungen) sowie die Feature-Tests (Füllraten, Parallax Occlusion Mapping, Shader, Particles etc.) bleiben von den Presets unangetastet.
Außerdem ändert sich die Gewichtung zwischen Grafik- und den anderen Tests, so dass die Ergebnisse von Preset zu Preset nicht vergleichbar sind. Bei High und Extreme werden die Grafiktests höher gewichtet, weil hier die Last auf der Grafikkarte auch höher ist.
Der erste Grafiktest „Jane Nash“ stellt Spielszenen in größeren Räumen dar, mit detaillierten Spielfiguren, Physikberechnungen auf dem Grafikchip, mehreren dynamischen Lichtquellen und komplexen Oberflächenbeleuchtungen. Der zweite Grafiktest „New Calico“ spiegelt eine Weltraumsimulation wider, inklusive einer Vielzahl von sich bewegenden Objekten wie Raumschiffen und Asteroiden sowie einem großen Planeten.
Der 3DMark Vantage unterstützt in einem der CPU-Tests auch die Physikbeschleuniger-Karten von Ageia, falls vorhanden im System.

Die folgenden Diagramme zeigen einige Benchmark-Resultate mit dem 3DMark Vantage. Die GeForce Grafikkarten wurden mit den GeForce 174.74 Treiber, die Radeon-Modelle mit einem kurzfristig von AMD zur Verfügung gestellten Catalyst 8.4 Hotfix-Treiber (für den 3DMark Vantage) getestet. Nvidia soll heute auch noch einen auf den Benchmark optimierten Treiber herausbringen.

3DMark Vantage

Intel Core 2 Extreme X6800, 2 GByte RAM, Windows Vista

Performance
GeForce 9800 GX2
Radeon HD 3870 X2
GeForce 9800 GTX
GeForce 8800 GT
Radeon HD 3870
Radeon HD 3850
7609
6503
4992
4492
4119
3419
High
GeForce 9800 GX2
Radeon HD 3870 X2
GeForce 9800 GTX
GeForce 8800 GT
Radeon HD 3870
Radeon HD 3850
5670
4243
3271
2934
2404
1939
Extreme
GeForce 9800 GX2
Radeon HD 3870 X2
GeForce 9800 GTX
GeForce 8800 GT
Radeon HD 3870
Radeon HD 3850
3645
2675
2051
1820
1507
1188

Erkenntnisse? Im 3DMark Vantage ist eine Radeon HD 3870 X2 schneller als eine GeForce 9800 GTX und eine GeForce 8800 GT schneller als eine Radeon HD 3870. Größere Unterschiede zwischen den einzelnen Voreinstellungen zeigten sich nicht. Die Resultate fallen lediglich niedriger aus, die Relationen zwischen den Grafikkarten bleiben gleich.

Es gibt vier Versionen vom 3DMark Vantage. Die kostenlose ‚Trial‘ erlaubt einen einzigen Testdurchlauf. Mit der ‚Basic‘ ($7) kann man testen so oft man will, allerdings nur mit der Voreinstellung Performance. Die ‚Advanced‘ Version ($20) schaltet alle Voreinstellungen sowie sechs zusätzliche Feature-Tests frei und man kann die Einstellungen verändern. Für ‚Basic‘ und ‚Advanced‘ ist eine Internet-Verbindung zum Ansehen der Ergebnisse notwendig. Neben diesen Varianten für den Privatgebrauch gibt es noch den $495 teuren „3DMark Vantage Professional“ für den kommerziellen Einsatz, mit dem u.a. auch offline getestet und der auch per Kommandozeile gesteuert werden kann, um z.B. mehrere verschiedene Tests nacheinander fahren zu können.

Graphics Test 1: Jane Nash
Graphics Test 2: New Calico
Graphics Test 1: Jane Nash
Graphics Test 2: New Calico
CPU Test 1: AI
CPU Test 2: Physics
Feature Test 4: GPU Cloth
Feature Test 5: GPU Particles

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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