Nvidia: Neue Chipsätze für Intel

GeForce 9300 und 9400: Chipsets mit integrierter Grafik für Core 2 CPUs

Etwas später als erwartet hat Nvidia heute neue integrierte Chipsätze für Mainboards mit aktuellen LGA775-Prozessoren von Intel eingeführt. GeForce 9300 und 9400 sollen deutlich bessere Grafikleistung bieten als Intels aktuelle Chipsätze mit Grafik und können zudem per Hybrid SLI mit einer Grafikkarte parallel betrieben werden, um die Grafik-Performance weiter zu steigern.

Anzeige

Die grundsätzlichen Funktionen von GeForce 9300 und 9400 sind gleich, sie unterscheiden sich nur in den Taktraten der integierten Grafik. Zu Grunde liegt noch der G86 Grafikchip (GeForce 8400 bzw. 8500), der zwar DirectX 10 unterstützt, aber nur über 16 Shader Einheiten verfügt. GeForce 9300 besitzt einen Chiptakt von 450 MHz und einen Shader-Takt von 1200 MHz, bei GeForce 9400 betragen die Taktraten dagegen 580/1400 MHz.
Die neuen Chipsätze unterstützen aktuelle Intel-Prozessoren mit einem Front Side Bus von bis zu 1333 MHz, Dual-Channel DDR2-800 oder DDR3-1333, Auflösungen von bis zu 2560×1600 Pixel, PCI Express 2.0 mit einem PCIe x16 und bis zu vier PCIe x1 Steckplätzen, 6 SATA-Laufwerke (3 Gbit/s) mit RAID 0, 1, 0+1, 5, 10/100/1000 Mbit Ethernet, 12 USB-Ports, bis zu 5 PCI-Slots und 7.1 High-Definition Audio. Als Monitoranschlüsse sind VGA, Dual-Link DVI, HDMI und DisplayPort möglich.
Nach Angaben von Nvidia reicht die Grafikleistung der neuen Chipsätze aus, um die aktuellen Top30-Games spielen zu können – wobei man allerdings auf Auflösungen von 800×600 und 1024×768 zurückschalten muss.
Für mehr Performance verweist Nvidia auf „GeForce Boost“. Mit einer Grafikkarte soll die Leistung um 70 Prozent und mehr gesteigert werden können, indem integrierte Grafik und Karte parallel arbeiten. Dafür geeignete Grafikkarten sind erstaunlicherweise GeForce 8400 GS und 8500 GT, nicht die aktuellen GeForce 9400 und 9500 Modelle.
Ähnliche Einschränkungen gibt es bei der Möglichkeit, Physikberechnungen (PhysX) vom integrierten Grafikchip erledigen zu lassen. Hier werden allerdings GeForce 9400 GT und 9500 GT als geeignete Grafikkarten genannt. Bei schnelleren Modellen bremst die integrierte Grafik des Chipsatzes die Karte aus. Außerdem wird PhysX per Chipsatz momentan nur unter Windows Vista 32bit unterstützt.
Ein weiteres Feature von GeForce 9300 und 9400 ist „PureVideo HD“. Damit wird die CPU-Belastung beim Abspielen von High-Definition-Videos deutlich reduziert und auch die farbliche Darstellung soll besser sein als bei den integrierten Chipsätzen von Intel.

Mainboards mit den neuen Chipsets von Nvidia sollten bereits in den nächsten Tagen erhältlich sein. Dazu gehören u.a. ASUS P5N7A, MSI P7NGM, Elitegroup MCP7AT-A, Gigabyte GA-7AUM und Zotac GeForce 9300.

ASUS P5N7A-EM-HDMI (GeForce 9400)
GeForce 9400 Blockdiagramm
MSI P7NGM (GeForce 9300)
Anschlüsse des MSI P7NGM
Elitegroup MCP7AT-A (GeForce 9300)
Gigabyte GA-7AUM (GeForce 9400)
Zotac GeForce 9300

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.