ATI: Neue Generation im Herbst?

Umstieg auf 28 nm später, deshalb wohl neue Zwischenlösung in 40 nm

Die ATI Radeon HD 5000 Serie ist erfolgreich auf dem Markt, aber die Entwicklung geht weiter. Ursprünglich hatte AMD wohl geplant, seine nächste Generation (Codename: Northern Islands) von Grafikkarten mit neuer Architektur und 28 Nanometer Strukturbreite im nächsten Jahr auf den Markt zu bringen. Da sich die Fertigung in 28 nm aber wohl verzögert, arbeitet AMD angeblich nun an einer Zwischenlösung (Southern Islands) mit 40-nm-Technik, die irgendwann im Herbst erscheinen soll.

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Ähnliches wurde bereits im Februar von anderen Quellen berichtet.
Die ersten Grafikkarten der „Northern Islands“ Generation sollten 2011 zunächst aus der 28-nm-Fertigung von TSMC kommen, dem Haus-und-Hof-Lieferanten der Grafikchips sowohl von AMD als auch Nvidia. Später sollten dann 28-nm-Modelle auch aus AMDs eigenen Fertigungsstätten von GlobalFoundries kommen.
Allerdings hat aber inzwischen keiner mehr wirkliches Vertrauen in die Pläne von TSMC, nachdem die 40-nm-Produktion erst ungefähr ein Jahr nach Beginn wirklich massentauglich ist. Eigentlich hätte vor 28 auch noch 32 Nanometer kommen sollen, aber diese Pläne hatte TSMC in der Zwischenzeit sogar ganz gestrichen – ein Novum für diese Firma.
Ursprünglich hatte die nächste ATI Radeon Generation wohl auch auf 32-nm-Basis kommen sollen, aber nach den Planänderungen von TSMC sollte es der 28-nm-Prozess richten – wennn auch ein oder zwei Quartale später. Nun hat TSMC aber auch für die 28-nm-Fertigung mehrfach seine Pläne geändert und die Einführung trotzdem um ein Quartal vorgezogen.
Dies hat dazu geführt, dass kaum noch jemand an diese Pläne glaubt und AMD die Zwischenlösung aus der Schublade gezaubert habe. Statt der „nördlichen Inseln“ auf 28 nm kommen nun zuerst die „Southern Islands“ auf 40 nm, dem bis dahin ausgereiften Fertigungsprozess. Nach ersten inoffiziellen Informationen handelt es sich um einen Hybrid aus „Evergreen“ (Radeon HD 5000 Serie) und „Northern Islands“, wobei Details zur neuen Architektur noch unklar sind. Man hat angeblich die funktionierenden Teile beider Generationen genommen und zusammen verwendet.
Da es keine Alternative zur Fertigung in 40 nm Strukturbreite gibt, konnte man den Zeitplan etwas vorziehen – in dieses Jahr.

Quelle: SemiAccurate

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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