Entwickler abgeschreckt von PSP2?

Furcht vor Raubkopien ist groß

Sony soll auf der Tokyo Game Show unter Ausschluss der Öffentlichkeit Entwicklern und weiteren Kooperationspartnern seine PSP 2 vorgestellt haben. Jetzt sickert durch, dass Entwickler angeblich bisher ernüchtert seien: Anonyme Entwickler bestätigen, dass man mit der gezeigten Hardware durchaus zufrieden sei, Sony aber keine Maßnahmen gegen potentielle Raubkopien ergriffen habe. Genau jene seien aber auf Handhelds ein besonders eklatantes Problem. Nun ist man von Sonys Passivität enttäuscht und wägt ab, ob die Entwicklung für die PSP 2 finanziell lukrativ sein wird.

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Ein anonymer Entwickler erklärt: „Sony hat gegen das Problem (Raubkopien) nichts unternommen. Es ist fraglich, ob sich die Entwicklung für die PSP 2 für uns rentiert.“ Ein Kollege von einem anderen Studio denkt ähnlich: „Sony müsste eine bessere und sichere Strategie gegen Raubkopien entwickeln, bevor unser Studio Gefallen daran findet wieder für klassische Handhelds zu entwickeln. Wir hatten in der Vergangenheit mehr Glück mit Projekten für das iPhone bzw. den iPod Touch als bei der Spieleentwicklung für Nintendos und Sonys Konsolen.“

Ob die Skepsis der Entwickler berechtigt ist, muss sich noch zeigen: Sowohl Nintendo als auch Sony wollen laut eigenen Aussagen bessere Anti-Raubkopie-Systeme in ihre kommenden Handhelds implementieren. So will Nintendo etwa automatische Firmware-Downloads nutzen, um die Systeme stets auf dem neuesten Stand zu halten und Jailbreaks zu erschweren. Offenbar erwarten die Entwickler von Sony präzisere Aussagen und konkrete Zugeständnisse, um sich bei der Software-Entwicklung abgesichert zu fühlen.

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Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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