Warum die verwaschenen PS3-Spiele?

Entwickler erklärt Konsolen-Unterschiede

Sowohl Fachpresse als auch Spieler bemängeln oft den verwaschenen Bildeindruck, der viele PS3-Spiele plagt. Oft sehen parallel entwickelte Xbox-360-Versionen farblich kräftiger aus. Ein Entwickler versucht nun die Unterschiede zu erklären: Oft werde primär auf der Microsoft-Konsole entwickelt und lediglich für die Playstation 3 portiert. Man orientiere sich bei der Farbkalibration ausschließlich an der Xbox 360 ohne die eigentlich notwendigen Anpassungen an die Sony-Konsole vorzunehmen. Auf diese Weise ergeben sich dann Nachteile für die PS3.

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Laut dem Entwickler habe Microsoft die Gamma-Einstellungen auf der Xbox 360 absichtlich auf eine spezifische Weise eingestellt, die nicht unbedingt dem genauesten Kalibrationsstandard entspricht, sondern vielmehr einen Bildeindruck erzeugt, der subjektiv besonders gut aussehen soll. Im Grunde arbeitet Microsoft ähnlich großen Elektronik-Fachmärkten: Auch jene kalibrieren ihre Vorführgeräte nicht nach bestimmten Industriestandards, um die Farben korrekt wiederzugeben, sondern erhöhen absichtlich Farb- und Kontrastwerte, um Blicke auf die TVs zu ziehen.

Entwickler können sich nun entscheiden, ob sie Microsofts spezielle Einstellungen übernehmen oder sie auf Wunsch rückgängig machen und sich stattdessen für eine korrekte Darstellung entscheiden. Weil die meisten Spiele jedoch Microsofts angepasste Einstellungen nutzen, sollen die PS3-Versionen im Vergleich teilweise verwaschen wirken, da die Entwickler hier die Einstellungen nicht wieder anpassen.

Quelle: LensofTruth

André Westphal

Redakteur

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