Michael Bay über 3D-Technik

Sieht 3D als große Herausforderung für Filmemacher

Michael Bay hat sich im Gespräch zu seinem kommenden Film „Transformers 3: Dark of the Moon“ und zum Drehen in 3D geäußert: Laut Bay sei er eigentlich ein Fan des traditionellen Filmemachens mit 35-mm-Film, habe sich aber vom Studio von der 3D-Technik überzeugen lassen, da er Kinobesuchern das bestmögliche Filmerlebnis bieten wolle. Bay bewertet das Drehen in 3D als „enorme Herausforderung“. Zudem sei die Technik anfällig für Störungen. Etwa ist laut Bay anfangs das Material eines kompletten Drehtages verloren gegangen, da eine Festplatte abrauchte.

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Bay erklärt: „Wir konnten die Zeit wieder reinholen und am Ende habe ich 3D geliebt, aber das Filmen in 3D war eine harte Lektion. Später hatten wir beispielsweise auch Probleme mit Staub und Schmutz und mussten die Technik robuster machen.“

Amüsant ist, wie Bay sich daran zurückerinnert, wie James Cameron ihn bei einem Setbesuch des Films „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ bereits vergeblich für die 3D-Technik begeistern wollte: „Ich hatte gerade begonnen den ersten Transformers-Teil zu drehen und James arbeitete an Avatar. Er drehte auf diesem winzigen Set und das sah aus wie in einem Flugkontrollzentrum mit all den PCs und Festplatten. Ich bin da eher altmodisch und mag 35-mm-Panavision-Kameras und versuche so viel wie möglich direkt aufzunehmen. James erzählte mir irgendwas von großartigen Algorithmen und ich dachte nur: Was zum Teufel geht hier vor sich?“

Gemeinsam beklagten Bay und Cameron dann den Umgang der Filmstudios mit 3D-Konvertierungen: „Einige Studios behandeln die Technik wie einen nachträglichen Sound-Mix. Aber das Konvertieren nach 3D ist viel komplizierter.“ In diesem Sinne hielt Cameron fest, dass die 3D-Technik noch am Anfang stehe und man in etwa da stehe, wo die Autoindustrie 1905 gestanden habe.

Quelle: Empire

André Westphal

Redakteur

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