Huawei & ZTE: Ärger in den USA

Firmen gelten als "Bedrohungen der nationalen Sicherheit"

Die beiden chinesischen Hersteller Huawei und ZTE bekommen in Nordamerika Probleme: Nachdem der US-Geheimdienst beide Firmen rund elf Monate beobachtet hatte, wirft ein amerikanischer Kongressausschuss sowohl Huawei als auch ZTE Gefährdungen der nationalen Sicherheit vor. Demnach hätten sich beide Firmen während der Untersuchungen des Geheimdienstes unkooperativ gezeigt. Huawei wirft man gar „Bestechung, Korruption, diskriminierendes Verhalten und Urheberrechtsverletzungen“ vor. Im Ergebnis möchte man beide Hersteller aus China möglichst vom US-Markt fernhalten.

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Huawei und ZTE weisen die Anschuldigungen als falsch zurück und möchten sich gegen die Vorwürfe wehren. Das amerikanische Unternehmen Cisco hat dennoch bereits reagiert und eine Verkaufspartnerschaft bezüglich der Router des Unternehmens mit ZTE beendet. Ursache soll sein, dass ZTE Cisco-Produkte an den Iran verkauft hat – was einem Handelsboykott mit dem arabischen Staat widerspricht. Überdies soll ZTE versucht haben diese Angelegenheit zu vertuschen und die Beweise zu vernichten. David Dai Shu, ein Sprecher ZTEs, kommentierte den Vorfall: „ZTE ist sehr besorgt wegen dieser Angelegenheit und kommuniziert mit Cisco.“ Laut Shu kooperiere man zudem mit den zuständigen US-Behörden, um die Lage zu klären.

Cisco gab keinen direkten Kommentar zur Auflösung der Partnerschaft mit ZTE ab, erklärte aber man gehe streng gegen unerlaubten Handel mit dem Iran vor – derartige Vorfälle mit Partnern würden sich also nicht wiederholen.

Huawei wiederum fühlt sich ebenfalls ungerecht behandelt und zweifelt an der Legitimität der Vorwürfe, da das Komitee nur vage Anschuldigungen vorgebracht habe und die elfmonatige Untersuchung nach Ansicht des chinesischen Herstellers lediglich „ein ohnehin vorfertigtes Urteil“ bestätigen sollte.

Quelle: TechRadar

André Westphal

Redakteur

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