BlackBerry Z10 enttäuscht?

Verkaufszahlen angeblich niedriger als erwartet

BlackBerrys Ende Januar veröffentlichtes Smartphone mit dem neuen Betriebssytem BlackBerry 10, das Z10, soll sich laut Analysten schlechter verkauft haben als bisher angenommen: Bis zum 2. März 2013 seien bisher nur etwa 300.000 Einheiten über die Ladentheke gewandert. Das wäre weit entfernt von den bisherigen Prognosen, die von ca. 1,75 Mio. verkauften BlackBerry Z10 ausgingen. Mehrere Firmen wie Cannacord Genuity und Pacific Crest haben nun ihre Verkaufserwartungen angepasst. Für den kanadischen Hersteller BlackBerry verheißt das düstere Zukunftsprognosen.

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Analysten der Firma Pacific Crest sind pessimistisch und sehen „auch langfristig keine Profitzone“ für RIM. Zudem habe man beobachtet, dass nun die Verkaufszahlen des vorherigen High-End-Modells, des BlackBerry Bold 9900 eingebrochen seien. Offenbar zieht das Z10 also vor allem potentielle Käufer des Bold 9900 ab. Bis Endes des Quartals rechnet Pacific Crest nun mit ca 1 bis 1,5 Mio. an Händler ausgelieferten Z10. Die Verkaufszahlen könnten deutlich niedriger ausfallen. Zuvor hatte man 3 bis 4 Mio. verkaufte Einheiten erwartet.

Sameer Singh, Analyst für BitChemy Ventures, zeigt sich wenig überrascht: „Also ich kann nicht gerade sagen, dass ich von den Zahlen überrumpelt wäre. Ich habe immer damit gerechnet, dass die neuen BlackBerry 10 sich schlechter verkaufen als die Nokia Lumia. Um dem BlackBerry 10 eine Chance zu geben, hätten die Smartphones mit dem Betriebssystem wesentlich günstiger und in erster Linie für aufstrebende Märkte angeboten werden sollen.“

BlackBerry braucht starke Verkaufszahlen bei den Smartphones mit BlackBerry 10 – denn das Unternehmen steckt aktuell in einer Krise. So haben sich die Verkaufszahlen 2012 in einigen Monaten mehr als halbiert: Im November 2011 konnte BlackBerry (damals noch RIM) 14,1 Mio. Smartphones ausliefern. Im November 2012 waren es nur noch 6,9 Mio.

Allerdings sollte man aktuell auch bedenken, dass das BlackBerry Z10 in vielen Ländern, darunter auch die USA, noch gar nicht erschienen ist. In Nordamerika erscheint das BlackBerry Z10 erst im März – konkurriert dann allerdings auch mit diversen neuen High-End-Smartphones mit Google Android.

BlackBerry selbst hat die Prognosen der Analysten bisher nicht kommentiert. Anfang Februar jubelte Thorsten Heins, BlackBerrys Geschäftsführer, noch und bezeichnete die Verkaufszahlen als hervorragend. Viele Analysten bezweifeln die Angaben des BlackBerry-CEOs mittlerweile.

Quelle: TheGuardian

André Westphal

Redakteur

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