Amazon.com zeigt neue TV-Serien

Pilotfilme sind gratis verfügbar

Für die USA produziert der Online-Händler Amazon.com mittlerweile auch eigene TV-Serien. Die Sendungen sind dann exklusiv über Amazons Streaming-Service Instant Video verfügbar. Diese Woche hat Amazon.com 14 neue Pilotfolgen veröffentlicht. Darunter ist beispielsweise die neue Serie „Zombieland“, welche auf dem gleichnamigen Kinofilm basiert. In Deutschland die die Episoden über den Anbieter Lovefilm erhältlich. Man muss zwar Lovefilm-Kunde sein, die Pilotfilme selbst sind allerdings allesamt gratis.

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Amazon beabsichtigt die am meisten angeschauten bzw. am besten bewerteten der vierzehn neuen Pilotfolgen dann als komplette Staffeln mit 13 Episoden fortzusetzen. Die besten Karten hat hier vermutlich das bereits erwähnte „Zombieland“. Ein weiterer heißer Kandiat ist die Comedy-Serie „Alpha House“ mit dem bekannten Schauspieler John Goodman.

Laut dem Leiter der Amazon Studios, Roy Price, bezieht Amazon viele Faktoren in die potentielle Weiterproduktion der Serien ein. So wertet Amazon nicht nur aus wie viele Anwender die jeweiligen Pilotfolgen ansehen, sondern auch wie viele sich die Episoden wirklich bis zum Schluss anschauen und wie oft die Videos via Social Media weiterempfohlen werden. Zudem holt man sich unabhängig davon Rückmeldungen über Fokusgruppen. Zudem bezieht Amazon neben quantitativen Faktoren auch qualitative ein: Man unterscheidet etwa dazwischen, ob viele Nutzer eine Folge „mögen“ oder sie richtiggehend „lieben“. Etwa wird eine Pilotfolge mit wenigen, aber dafür begeisterten Fans höhere Punktzahlen erhalten als eine Episode, die zwar viele Anwender mögen, der aber das letzte Quentchen Begeisterung fehlt.

Man darf gespannt sein, wie sich Amazons Serien-Strategie weiterentwickelt. Der US-Streaming-Anbieter / Video-Verleih Netflix hat bereits ähnliche Wege beschritten: Nachdem man durch Auswertungen festgestellt hatte, dass viele Kunden zugleich Polit-Dramen, Filme von Regisseur David Fincher und Filme mit Kevin Spacey mögen, produzierte man quasi als Schnittmenge die Serie „House of Cards“. Letztere kam dann in der Tat sehr gut beim Publikum an.

Quelle: Deadline

André Westphal

Redakteur

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