Kampf um „App Store“ endet

Amazon und Apple legen Rechtsstreit bei

Amazon und Apple haben bereits seit einiger Zeit einen Rechtsstreit um die Bezeichnung „App Store“ ausgetragen. Amazon hatte den Begriff auch für seine eigene App-Plattform verwendet. Apple ging dagegen vor, da das Unternehmen den Standpunkt vertrat „App“ weise in diesem Zusammenhang auch auf Apple hin. Mittlerweile hat Apple den Kampf gegen Amazon aber eingestellt, denn die Bezirksrichterin Phyllis Hamilton hat den Fall in Oakland (Kalifornien) auf Wunsch des Konzerns aus Cupertino abgehakt. Eigentlich sollte am 19. August das Verfahren seinen weiteren Lauf nehmen.

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Laut der Apple-Sprecherin Kristin Huguet sehe man nicht mehr die Notwendigkeit den Rechtsstreit fortzusetzen: „Mit mehr als 900.000 Apps und 50 Milliarden Downloads können wir mit Gewissheit sagen, dass die Kunden sich klar darüber sind, wo sie ihre Lieblings-Apps beziehen können.“ Martin Glick, seines Zeichens Anwalt des Online-Händlers Amazon, erklärt: „Es war Apples Entscheidung den Fall zu den Akten zu legen und Amazon nun nach Wunsch den Begriff ‚App Store‘ benutzen zu lassen.“

Für Apple dürfte vermutlich auch eine große Rolle gespielt haben, dass sich das Gericht bisher klar auf Amazons Seite gestellt hatte: Etwa hatte Apple Amazon auch irreführende Werbung unterstellt, was das Gericht bereits abgeschmettert hatte. Zudem waren E-Mails aufgetaucht, in denen auch der ehemalige Apple-Geschäftsführer Steve Jobs sowie der jetzige CEO Tim Cook die Bezeichnung „App Store“ generisch für Konkurrenzangebote verwendet hatten. Apples vor Gericht vertretene Position „App Store“ sei direkt mit Apple verbunden, war somit kaum zu halten.

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Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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