Sony: PS4-Preissenkung wird dauern

Längere Wartezeit als damals bei der PS3

Die Sony Playstation 3 erschien 2007 zum Preis von 599 Euro in Europa. Die erste Preissenkung auf 499 Euro folgte allerdings bereits innerhalb von ca. 9 Monaten. Laut dem Präsident der Sony Worldwide Studios, Shuhei Yoshida, wird man bei der PS4 wesentlich länger auf eine Preissenkung warten müssen. So erscheine die Next-Generation-Konsole bereits zu einem deutlich günstigeren Preis. Yoshida betont dabei interessanterweise auch, dass man sich mit der Playstation 4 weg von einem Fokus auf die bloße Hardware und hin zu Fokus auf die Dienste bewege.

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So würden Cloud-Computing, Vernetzungen mit mobilen Endgeräten und Social-Funktionen eine immer größere Rolle einnehmen. Yoshida deutet indirekt auch an, dass die Playstation 4 die letzte Konsolengeneration ihrer Art sein könnte, denn er bezeichnet sie als letzte Entwicklungsstufe der traditionellen 3D-Spielekonsolen.

Zu möglichen Preissenkungen erläutert der Sony-Manager im Detail, dass Sony im Gegensatz zur PS3 stark standardisierte Komponenten verwende. Das habe die Kosten für Forschung und Entwicklung stark gesenkt und ermögliche auch die günstigere Fertigung der Konsole. Langfristig bestehe aber auch weniger Raum für Preissenkungen, ohne ins Minus zu rutschen. Auf eine Preissenkung der Konsole müssten Kunden, denen 399 Euro zu viel seien, also sicher länger ausharren.

Natürlich äußert sich Yoshida auch zur aktuellen 1080p / 720p Diskussion. So erklärt er, dass er natürlich erfreut sei, dass die PS4 technisch vor der Xbox One zu liegen scheine. Für ihn spiele die höhere Auflösung durchaus auch für den Spielspaß eine Rolle und er freue sich, dass die PS4 hier bislang scheinbar besser ausgenutzt würde als die Xbox One. Skeptisch gibt sich der Sony-Manager hingegen bezüglich Microsofts Versprechen zu Cloud-Computing, das in Spielen bestimmte Berechnungen verlagern solle. Er selbst habe bisher nicht genau verstanden, wie Microsoft Hardware-Berechnungen nahtlos mit Berechnungen in der Cloud kombinieren wolle, um ein besseres Spielerlebnis zu erzielen. Yoshida sieht hier vor allem Probleme mit den Latenzen, sei aber sehr gespannt auf Microsofts Ergebnisse.

Quelle: GamesIndustry

André Westphal

Redakteur

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