Steve Ballmer bereut Windows Vista

Zu lange Entwicklung, schlechtes Produkt

In einem aktuellen Interview mit ZDNet wurde der aktuelle aber bald abtretende Microsoft-Geschäftsführer, Steve Ballmer, gefragt was er für seinen größten Fehler hält. An diesem Punkt musste Ballmer kaum zögern und nannte sofort „Longhorn“ alias Windows Vista. Klare Worte fallen: „Das war der größte Fehler, den ich je gemacht habe.“ Im Detail führt der Microsoft-Chef aus: „Es war nicht nur, weil das Endprodukt einfach keine tolle Sache war, sondern auch weil wir fünf oder sechs Jahre gebraucht haben, um es auszuliefern. Dann mussten wir es reparieren. Das Ergebnis war dann Windows 7.“

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Laut Ballmer seien durch den Flop um Windows Vista zu viele großartige Entwickler viel zu lange gebunden gewesen, um die Fehler zu bereinigen. Hätte man die Schwerpunkte anders gesetzt, hätte man sich in dieser Zeit um andere Dinge kümmern können.

Windows Vista war von Anfang an bei der Kundschaft ein schlechter Ruf beschieden: Das Betriebssystem galt als aufgeblasen, brachte kosmetische Neuerungen mit sich (Aero) die sehr leistungshungrig waren und lief zudem anfangs sehr instabil. Erst Windows 7, die nächste Betriebssystem-Generation aus dem Hause Microsoft, galt dann als „das was Vista hätte von Anfang an sein sollen“.

Quelle: ZDNet

André Westphal

Redakteur

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