Apple wohl mit Steuersünden in Italien

Fall gehe nun vor Gericht

In Italien haben Steuerfahnder Apples Geschäftspraktiken genauer unter die Lupe genommen. Angeblich sei die Untersuchung nun abgeschlossen und der Fall gehe mit den gesammelten Beweisen in Kürze vor Gericht. Es soll um einen fälligen Steuerbetrag von rund 900 Mio. Euro gehen. Betroffen sind die Jahre 2008 bis 2013. Apple habe in Italien erwirtschaftete Gewinne über eine irische Tochterfirma gebucht, um sich so den Steuern vor Ort zu entziehen. Keine ungewöhnliche Praxis – Konzerne wie Amazon oder Google verfahren in Europa sehr ähnlich.

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In Irland war es bis Anfang 2015 möglich Firmen ohne Steuersitz anzusiedeln und damit geschickt sowohl die Steuern in Irland als auch dem Land, in dem die Geschäfte eigentlich gemacht werden, zu umgehen. Die italienischen Steuerbehörden hatten Apple schon lange im Visier und prüften deren Unterlagen auch in den Jahren 2007, 2008 und 2009 akribisch. Die aktuelle Untersuchung lief seit Ende 2013 und sei nun erfolgreich zum Abschluss gekommen.

Apple hat in einer Stellungnahme betont sich keiner Schuld bewusst zu sein. Man habe nach gängiger Gesetzeslage operiert.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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