Aktionäre setzen Qualcomm unter Druck

Abspaltung von Chip-Herstellung vorgeschlagen

Der Hersteller Qualcomm gerät aktuell durch seine Aktionäre unter Druck: Speziell Jana Partners verlangt von der Firma die Kosten zu senken, Aktien zurückzukaufen und insgesamt Restrukturierungen in seinem Vergütungsmodell für Führungskräfte vorzunehmen. Qualcomm hatte bereits angekündigt neue Dividenden in Höhe von 48 Cent pro Aktie zu zahlen. Das entspricht einer Erhöhung um 6 Cent im Vergleich mit dem Quartal zuvor. Jana Partners, die mit einem Anteil von 2 Mrd. US-Dollar zu den wichtigsten Aktionären Qualcomms zählen, ist dennoch unzufrieden.

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Jana Partners bemängelt, dass Qualcomms Chip-Abteilung zu ineffizient arbeite und derzeit „praktisch wertlos“ sei. Qualcomm ist zwar einer der wichtigsten SoC-Lieferanten im mobilen Segment, hat aber mit Samsung jüngst einen wichtigen Kunden verloren. Jana Partners halten offenbar die Patente der Firma für weitaus wertvoller. Im Wesentlichen glaubt man die Börse schätze Qualcomms SoC-Geschäft nicht korrekt ein. Abhilfe schaffen könnte laut den Investoren eine Aufspaltung der Bereiche für Patentlizenzierung und SoC-Herstellung oder gar der Verkauf des Chip-Geschäfts an beispielsweise Intel.

Ob Qualcomm sich hier von den Vorschlägen Jana Partners beeinflussen lässt, ist natürlich offen.

Quelle: WallStreetJournal

André Westphal

Redakteur

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