VR-Pornos: Spezielle Hardware für mehr „Genuss“

Anbieter liefern überraschend gute Videoqualität

Kürzlich hat Oculus VR bekannt gegeben in seinem offiziellen App Store für das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift keine pornographischen Anwendungen zuzulassen. Das hindert Anbieter natürlich nicht über eigene Plattformen sexuelle Inhalte anzubieten. An vorderster Front steht aktuell der spanische Anbieter VirtualRealPorn aus Spanien, der von Softwareentwicklern und ehemaligen Fotografen gegründet wurde. Dabei überrascht die Qualität der erotischen VR-Inhalte und soll laut fleißigen Testern die Qualität größerer Studios teilweise qualitativ locker übertreffen.

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Die Pornoindustrie ist bekannt dafür technische Neuerungen früh zu umarmen und galt daher sogar schon oft als Zünglein an der Waage, was die Etablierung neuer Standards betroffen hat. Unter anderem spielte die amerikanische Pornoindustrie eine gewisse Rolle, als es um den Formatkrieg zwischen der fast vergessenen HD-DVD und Blu-ray ging. Nun prescht die Industrie eben auch bei VR-Inhalten voran. VirtualRealPorn hat sogar einen Ableger für Homosexuelle, VirtualRealGay, eröffnet und bietet 360°-Videos an. 50 Clips stehen bisher insgesamt quer durch die Interessengebiete für Porno-Liebhaber zur Verfügung. Die Videoqualität überrascht und übertrifft viele Hersteller-Demos.

„Interessant“: Optional gibt es zu den Filmen spezielle Hardware zur Masturbation wie eine Plastik-Vagina namens „Max“ und einen Vibrator namens „Nora“. Die Gadgets vibrieren an genau den Stellen der Filme, in denen sich die sexuelle Intensität steigert. Erreicht hat man diese Vernetzung mit den Videos durch seinen eigenen „Virtual Real Player“, der für die Gadgets in den Videos spezielle Markierungen weiterreicht. Die Synchronisation erfolgt über die drahtlose Schnittstelle Bluetooth.

Man darf gespannt sein, ob Virtual Reality, ein Hype, der aktuell vor allem in den Marketing-Abteilungen der Hersteller-Firmen stattfindet, vielleicht auch die Verbraucher mitreißt. Möglich ist auch, dass es eine ähnliche Entwicklung wie bei 3D geben wird und das ganze eine Nische bleibt.


Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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