Nur Win 10 unterstützt neue CPUs

Microsoft: Ältere Windows unterstützen neue CPUs nicht mehr

Microsoft konzentriert sich voll auf Windows 10 und aus diesem Grund wird die Unterstützung älterer Betriebssystemversionen zurückgefahren. Wie Microsoft jetzt bekannt gab, wird nur Windows 10 die kommenden Prozessorgenerationen wie Intel Kaby Lake und AMD Bristol Ridge voll unterstützen. Interessant ist auch, dass die Unterstützung von Skylake limitiert ist.

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Microsoft betont, dass die Kombination eines Skylake PCs mit Windows 10 eine „30-mal bessere Grafik“ und die „dreifache Akkuleistung“ im Vergleich zu einem Windows 7 System besitzt. Allerdings würden trotzdem viele Anwender und Firmen noch Windows 7 einsetzen, obwohl dieses schon vor fast 10 Jahren entwickelt wurde, als heutige Prozessorarchitekturen noch Zukunftsmusik waren. Damit Windows 7 auf modernen Chips läuft, müssten Gerätetreiber und Firmware die Systemanforderungen von Windows 7 emulieren, z.B. für die Verarbeitung von Interrupts, die Unterstützung bestimmter Bus-Systeme und Stromzustände. Dies könne allerdings zu Problemen mit WLAN, Grafik, Sicherheit etc. führen.
Ein Beispiel dafür ist das von Intel mit Skylake eingeführte „Speed Shift“. Üblicherweise steuert das Betriebssystem die sogenannten „P-States“ des Prozessors – verschiedene Taktzustände und Spannungen, je nach Last und Umgebung. Eine Skylake CPU macht dies selbst – schneller und effizienter. Das muss vom Betriebssystem aber unterstützt werden und dies macht nur Windows 10. In Windows 7 ist dies z.B. nicht integriert.
Aus diesen Gründen will Microsoft Anwender und Firmen zum Upgrade auf Windows 10 bewegen. Diese Woche will man zusammen mit den PC-Herstellern eine Liste von Skylake-Systemen vorlegen, die Microsoft übergangsweise noch mit Windows 7 und 8.1 unterstützen wird. Wenn eine Firma also auf Skylake umsteigen möchte, aber unbedingt noch eine der älteren Betriebssystemversionen benötigt aufgrund von Anforderungen spezieller Software, kann man Systeme nehmen, die auf dieser Liste aufgeführt sind.
Der Haken: Lange läuft die Unterstützung nicht. Microsoft gibt den Firmen nur rund 18 Monate, nämlich bis Juli 2017. Danach gibt es (bis 2020 für Windows 7 und bis 2023 für Windows 8.1) nur noch wirklich wichtige Updates, die Sicherheit, Stabilität und Kompatibilität betreffen. Mit anderen Worten: in diesen 18 Monaten sei den Firmen angeraten, auf Windows 10 umzusteigen. Das ist z.B. für die Einführung eines neuen Betriebssystem in einer großen Firma nicht besonders viel Zeit, da vieles aus der bestehenden Software-Landschaft mit Windows 10 getestet werden muss.
Analog gilt dies für kommenden CPU-Generationen. Microsoft nennt hier speziell Intel Kaby Lake, den Nachfolger von Skylake, AMD Bristol Ridge APUs und Qualcomm Snapdragon 820. Diese werden ausschließlich von Windows 10 unterstützt, ältere Windows-Versionen werden nicht mehr auf diese Plattformen angepasst.
Das heißt nicht, dass Windows 7 auf einem Intel Kaby Lake nicht laufen wird, aber Probleme sollte es häufiger geben als mit Windows 10 und die volle Unterstützung einiger Plattform-Features fehlt.
Käufer von Komplett-PCs und/oder Notebooks betrifft dies nicht, weil diese fast immer mit dem passenden Betriebssystem ausgeliefert werden, aber selbst aufrüstende Anwender oder eben Firmen. Microsoft legt mit seiner Liste einen Plan vor, wie Firmen Windows 7 auch auf neuen Skylake-Systemen sicher nutzen können, aber der noch sicherere Weg für die Firmen dürfte sein, erstmal noch gar keine neue Hardware anzuschaffen, wenn man noch nicht auf Windows 10 umsteigen will.

Quelle: Windows-Blog

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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