TSMC bestätigt “12-nm-Pläne“

Verbesserungen der 16-nm-Technik führen zu ''12-nm-Chips''

Eigentlich sollten in diesem Jahr die ersten SoC und CPUs in 10-Nanometer-Technik aus den verschiedenen Produktionshallen laufen, aber der taiwanische Auftragsfertiger TSMC arbeitet gleichzeitig noch einen Zwischenschritt und nennt ihn selbst „12 nm“. Das hat das Unternehmen jetzt bestätigt. Eine wirkliche Strukturbreite von 12 Nanometern ist es allerdings nicht.

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Es ist auch noch unklar, ob die „Taiwan Semiconductor Manufacturing Co.“ (TSMC) die entsprechenden Chips auch tatsächlich als 12-nm-Chips bezeichnet – die Namensgebung sei offiziell noch nicht entschieden. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Marketing-Entscheidung, um besser gegenüber der Konkurrenz da zu stehen.
Die erste Generation der 16-Nanometer-Technik konnte zunächst wenig Kunden bei den Auftraggebern gewinnen, aber das änderte sich bei der Umstellung auf die Performance-optimierte 16-nm-FinFET-Technologie. Darauf folgte die „16FFC“ (FinFET Compact), die den Chipentwicklern kleinere und vor allem hinsichtlich der Kosten effizientere Chips erlaubt.
Die nächste Entwicklungsstufe der 16-nm-Fertigung könnte dann durch deutliche Verbesserungen bei der Transistordichte, Leistung und Stromaufnahme punkten und als „12-nm-Technik“ vermarktet werden. Das würde TSMC zumindest nominell bzw. namentlich einen Vorteil vor allem gegenüber Samsungs 14-nm-Fertigung verschaffen, aber auch gegenüber GlobalFoundries. Beide Konkurrenten betreiben bereits seit einer Weile die 14-nm-Produktion.

Interessantes Detail am Rande: Die Chipfertiger generieren immer noch einen Großteil ihrer Umsätze mit eigentlich schon überholten Produktionsverfahren. So erzielte TSMC im letzten Jahr (2016) immer noch rund 28 % seiner Einnahmen mit der schon 2011 eingeführten 28-nm-Technik. Deshalb sei es wichtig, durch Optimierungen bestehender Fertigungstechnologien hinsichtlich Kosten, Leistung und Features konkurrenzfähig zu bleiben, wie es jetzt mit der 16-nm-Technik wohl wieder passieren wird.

Quelle: The Motley Fool

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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