Über $30 Mrd. für Gaming-Hardware

Markt für Gaming-Hardware erreicht neue Rekordmarke

Der PC-Markt stagniert oder schrumpft seit einigen Jahren, aber es gibt einen Bereich, der weiter wächst. Nach Erkenntnissen der Marktforscher von JPR hat der Markt für Gaming-Hardware 2016 erstmals die Umsatzmarke von 30 Milliarden US-Dollar übersprungen. Und JPR prognostiziert diesem Segment weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

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Nach Ansicht von Jon Peddie Research (JPR) setzt sich der Markt für Gaming-Hardware aus Gaming-PCs (Komplettsysteme oder Selbstbauten) und Komponenten wie z.B. Grafikkarten sowie Zubehör zusammen, wobei letzteres u.a. Eingabegeräte wie Tastaturen und Mäuse, Audio- und Komunikationsgeräte umfasst – alles jeweils auf Gaming ausgerichtet.
Die verschiedenen Hersteller haben im letzten Jahr erstmal die $30-Mrd-Marke beim Umsatz mit Gaming-Hardware geknackt und in den nächsten Jahren rechnet JPR mit einem jährlichen Wachstum in diesem Bereich von knapp 6 %. Dabei ist Asien der größte Wachstumsmotor aufgrund der enormen Population, der Spielkultur und dem eher schwächeren Konsolenmarkt. In Asien und im pazifischen Raum soll das Wachstum sogar um 7 % jährlich steigen. Dagegen ist in Nordamerika und Westeuropa die High-End Hardware mehr gefragt, was den Umsatz hier ankurbelt, aber die Wachstumsraten bleiben in diesem Bereich mit 5,8 % und 6,6 % (Nordamerika bzw. Westeuropa) auch hinter Asien-Pazifik zurück (9,6 %).
Zuvor hatten die Marktforscher den Gaming-Markt in Mainstream, Performance und Enthusiast unterteilt, haben dies aber nun in Einsteiger, Mittelklasse und High-End geändert. Begründung: PC-Spieler mit begrenztem Budget besitzen die gleiche Leidenschaft fürs Gaming wie die Gamer mit dickerem Geldbeutel und seien im wahrsten Sinne des Wortes die wirklichen Enthusiasten. Deshalb habe man die Bezeichnungen entsprechend angepasst. Nvidia und AMD ignorieren diese Zielgruppe auch nicht und Produkte wie die GeForce GTX 1050 würden eine sehr gute Grafikleistung zu einem Preis von rund 120 Euro bieten. Auch seien die Marktforscher sehr gespannt auf die AMD Ryzen Plattform und rechnen damit, dass sich diese in allen drei Abstufungen des Gaming-Markts etablieren kann.
JPR hat auch beobachtet, dass die Zahl der PC-Spieler vor allem im mittleren und im High-End Bereich wächst, wo die durchschnittlichen Verkaufspreise relativ hoch sind. Im Durchschnitt würde der Neukauf eines PCs immer mehr mit „Gaming“ begründet, was die Stagnation des PC-Markts insgesamt erklärt, denn die grundsätzlichen Computerfunktionalitäten werden immer mehr von Mobilgeräten übernommen. Der PC wird deshalb eher zu einer leistungsfähigen Basis für Gaming, Bild- und Videobearbeitung, Erzeugung digitaler Inhalte etc.


Quelle: Jon Peddie Research

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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