AMD verbessert RAM-Kompatibilität von Ryzen

Microcode-Update sorgt für bessere Unterstützung von schneller taktendem Arbeitsspeicher

AMD Ryzen Logo

Die neuen Ryzen-Prozessoren von AMD haben rund drei Monate nach dem Marktstart immer noch ein paar Probleme mit schnellen DDR4-Speichermodulen. Vor einigen Wochen berichteten wir, dass Gigabyte an einem neuen BIOS für AM4-Mainboards arbeitet, welches die RAM-Kompatibiltät deutlich erhöhen dürfe. Nun hat sich AMD selbst zu Wort gemeldet und veröffentlicht weitere Informationen darüber.

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Demnach testete AMD seit Anfang des Monats das Microcode-Update AGESA Version 1.0.0.6. Mittlerweile sei man aber dazu übergegangen, die neue Firmware-Version aus dem Beta-Status zu entlassen. AGESA ist Teil des BIOS und steht für „AMD Generic Encapsulated Software Architecture„. Die Software steuert unter anderem die Initialisierung von Prozessor, Hauptspeicher und HyperTransport-Controller des Chipsatzes.

AGESA 1.0.0.6 soll vor allem die RAM-Kompatibilität und Stabilität bei Verwendung von Speicher außerhalb des JEDEC-Standards steigern. In diesem Zusammenhang erwähnt AMD insbesondere schneller taktenden DDR4-Arbeitsspeicher jenseits von DDR4-2667, XMP2-Profile und manuelles Overclocking. In der Summe hat der Hersteller 26 neue Parameter für die Konfiguration von DDR4-RAM implementiert.

Darüber hinaus sollen die CPUs auch einige Verbesserungen bei der Virtualisierung erhalten. Mit Hilfe von PCI Express Access Control Services (ACS) soll eine optimierte Kommunikation zwischen CPU und Grafikkarte erfolgen, wodurch die 3D-Leistung innerhalb einer virtuellen Maschine deutlich gesteigert werden kann:

This capability is especially useful for users that want 3D-accelerated graphics inside a virtual machine. With ACS support, it is possible to split a 2-GPU system such that a host Linux® OS and a Windows VM both have a dedicated graphics cards. The virtual machine can access all the capabilities of the dedicated GPU, and run games inside the virtual machine at near-native performance.

Laut AMD sollten die meisten Mainboard-Hersteller zwischen Mitte und Ende Juni aktualisierte Mainboard-Firmwares für ihre Produkte anbieten. Für einige Top-Modelle wie z.B. dem ASUS Crosshair VI sind die aktuellen Beta-Versionen bereits den finalen Versionen gleichzusetzen.

Quelle: AMD

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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1 Antwort

  1. 27. Mai 2017

    […] Demnach testete AMD seit Anfang des Monats das Microcode-Update AGESA Version 1.0.0.6. Mittlerweile sei man aber dazu … (Orginal – Story lesen…) […]

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