Xiaomi Mi6 im Test: Flaggschiff aus China mit Snapdragon 835

Smartphone will auch mit seiner Dual-Kamera locken

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Der chinesische Hersteller Xiaomi ist speziell durch seine günstigen Einstiegsgeräte zu attraktiven Preisen mittlerweile auch in Deutschland beliebt. Hierzulande bietet Xiaomi selbst offiziell zwar keine Smartphones an, doch als Importe haben es viele Modelle – als internationale bzw. globale Versionen auch mit LTE Band 20 – nach Deutschland geschafft. Jetzt testen auch wir ein Modell des Herstellers: das Xiaomi Mi6, welches als aktuelles Flaggschiff positioniert wird.

Einführung

Wir haben in der letzten Zeit mehrere Einstiegs- und Mittelklasse-Geräte aus China getestet. Als besonders spannend erwies sich etwa das Vernee Thor E mit seinem übergroßen Akku und der während unserer Testphase geradezu herausragenden Update-Versorgung. Doch obwohl die Smartphones des Herstellers Xiaomi als Importe besonders beliebt sind, auch da es eben oft sogenannte Global bzw. International Editions mit LTE Band 20 gibt, hatten wir bisher noch keine Chance, ein Modell dieses Herstellers zu testen. Das hat sich geändert, denn mit freundlicher Unterstützung unseres Partnershops GearBest hat uns ein Xiaomi Mi6 erreicht. Beim chinesischen Händler kostet das Xiaomi Mi6 aktuell ca. 360 Euro. Über den Code „MI6FORDE“ lässt sich der Preis sogar auf etwa 342 Euro drücken. Dieses Gerät ist das aktuelle Topmodell von Xiaomi und hat einiges zu bieten.

So wird hier geklotzt und nicht gekleckert, wenn man sich die technischen Daten einmal zu Gemüte führt:

Xiaomi Mi6
Bildschirm: 5,15 Zoll IPS LCD (1920×1080 Pixel, 428 ppi)
SoC: Qualcomm Snapdragon 835 mit acht Kernen und bis zu 2,45 GHz Takt
GPU: Adreno 540
RAM: 6 GByte LPDDR4
Speicherplatz: 64 GByte (keine Erweiterungsmöglichkeit)
Betriebssystem: Android 7.1.1 (MIUI 8)
Hauptkamera: Dual Lens, 12 Megapixel Sony IMX368 (f/1.8) plus 12 Megapixel Samsung S5K3M3 (f/2.6) als Teleobjektiv, PDAF, Vier-Achsen-OIS, Dual-Tone-Blitz, Video bis zu 4K bei 30 fps
Frontkamera: 8 Megapixel (Sony IMX268 f/2.0), Video bis zu 1080p
Schnittstellen: Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 5.0, NFC, Infrarot-Blaster, 4G LTE (ohne Band 20), GPS, Dual-SIM, USB Typ-C
Akku: 3350 mAh (fest verbaut)
Abmessungen / Gewicht: 145,2 x 70,5 x 7,5 mm bei 168 Gramm
Sonstiges: Fingerabdrucksensor an der Vorderseite, physischer Homebutton und kapazitive Buttons, Metallgehäuse, kein 3,5-mm-Audio
Preis: ca. 360 Euro

Das Xiaomi Mi6 gibt es aktuell nicht als Ableger mit LTE Band 20. Angeblich soll eine derartige Version noch folgen, derzeit ist das aber reine Spekulation. Bestätigt ist, dass das Smartphone in naher Zukunft ein Update auf Xaiomis frische Oberfläche MIUI 9 erhalten soll. Der Betatest für die China-ROM läuft bereits. Auf unserem Testmuster war die Global ROM vorinstalliert. Jene ist komplett auf Deutsch benutzbar und integriert auch bereits die Google Play Dienste. Auch ist das Xioami Mi6 zusätzlich in weiteren Farbvarianten, mit mehr Speicherplatz sowie einer Nobel-Variante aus Keramik zu haben. Tatsächlich könnte eventuell mancher Interessent abwägen, sich die Version mit 128 GByte zu kaufen. Denn leider fehlt eine Möglichkeit, die interne Kapazität zu erweitern. Wer viele Daten lokal speichert, muss sich also mit dem begnügen, was er mit dem Kauf bekommt.

Anzumerken ist noch, dass das Xiaomi Mi6 nicht nur eines der ersten Smartphones mit dem Qualcomm Snapdragon 835 ist, einem der mächtigsten SoCs für mobile Endgeräte aktuell, sondern auch eines der wenigen Geräte darstellt, das ab Werk Bluetooth 5.0 mitbringt. Wiederum mag es Xiaomi so modern, dass auch der klassische 3,5-mm-Kopfhöreranschluss gestrichen wurde. Es liegt aber ein passender Adapter bei, der dann in den USB-C-Port gestöpselt wird.

Im Rahmen unseres Tests schauen wir uns nun im ersten Schritt Ausstattung und Verarbeitung an. Anschließend beurteilen wir die Leistung des Xiaomi Mi6 in Benchmarks und ziehen auch Bezüge zu unserer Alltagserfahrung. Es folgt eine Bewertung des Displays und der Kameras. Anschließend gehen wir noch auf zusätzliche Besonderheiten von MIUI sowie dem Xiaomi Mi6 allgemein ein, bevor wir unser Fazit ziehen.

André Westphal

Redakteur

2 Antworten

  1. Aol sagt:

    Insgesamt schwacher, sehr oberflächlicher Test, zum Beispiel wischiwaschi Angaben zur Laufzeit, ein, oder auch zwei Tage, das ist ja auch fast das gleiche. Dazu keinerlei Angaben zur Kameraperformance bei schwachem Licht oder der generellen Geschwindigkeit, auch GPS, Wifi und Bluetooth Reichweite fehlen völlig. Das könnt ihr echt besser.

  2. André Westphal sagt:

    Zur Wi-Fi- und Bluetooth-Reichweite liest du in keinem Smartphone-Test was – egal auf welcher Website du guckst. Das liegt schlichtweg daran, weil man dazu nichts Allgemeines sagen kann: 10 m sind etwa bei Bluetooth immer der Standard. Wie es aber im Einzelnen ausfällt, hängt von der Umgebung und den verbundenen Geräten ab.

    Bei Wi-Fi genau so – sowas steht auch in keinem Test (egal wo du in deutschen oder englischsprachigen Medien schaust) drin, weil es erneut komplett individuell ist – das hängt vom Router ab, der Umgebung, weiteren Endgeräten. etc. Da hat am Ende der verwendete Router und die Wohnumgebung einen viel größeren Einfluss als das Phone.

    Mit der Akkulaufzeit mache ich normalerweise immer den Akkutest im PCMark, weil das am ehesten eine neutrale Richtlinie liefert – aber das ging eben beim Mi6 nicht, weil der Text nicht korrekt lief. Und so hängt es eben stark von der Nutzung ab: Jemand der ein wenig Messaging betreibt, kurz mal bei Facebook drin ist und mal telefoniert – der kommt halt seine zwei Tage ein. Ein anderer, der viele Fotos schießt, GPS für Google Maps anschmeißt und via Bluetooth Musik hört, muss abends an die Steckdose. Da es so viele unterschiedliche Nutzungsszenarien gibt, ist da pauschal keine Angabe möglich. Deswegen sagte ich das auch im Test so. Ist eben schade, dass PCMark leider nicht zu Ende lief – das muss man zwar auch mit Vorsicht genießen, ist bei sowas aber immer noch die beste Basis, um Geräte untereinander zu vergleichen.

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