Xiaomi Mi6 im Test: Flaggschiff aus China mit Snapdragon 835 - Seite 6

Smartphone will auch mit seiner Dual-Kamera locken

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Fazit

Wer auf das LTE Band 20 verzichten kann und nicht bereits vom 18:9-Format verzückt worden ist oder Quad HD wünscht, erhält beim Xiaomi Mi6 sehr viel Smartphone für im Vergleich wenig Geld. Für aktuell etwa 342 Euro bei GearBest (mit Coupon „MI6FORDE“), die uns auch freundlicherweise das Testmuster zur Verfügung gestellt haben, gibt es jedenfalls kein anderes Smartphone, das mit dem Qualcomm Snapdragon 835 und 6 GByte RAM zu punkten weiß. Am ehesten wäre hier das OnePlus 5 ein Konkurrent – das Smartphone weist einen größeren Bildschirm auf und bietet LTE Band 20. Es kostet aber auch über 100 Euro mehr.

Man muss sich allerdings ein wenig mit MIUI anfreunden: Der Überzug für Android ist ab Werk sehr verspielt, lässt sich glücklicherweise jedoch stark durch den Benutzer anpassen. Außerdem ist der Bildschirm mit 5,15 Zoll vielleicht einigen Anwendern heute bei einem Smartphone-Flaggschiff bereits zu klein. Insgesamt entspricht das Display zudem nur dem aktuellen Standard, es fehlt aber der Wow-Effekt von Quad-HD-Konkurrenten mit 18:9-Format wie dem LG G6 oder der rahmenlose Look wie bei Xiaomis hauseigenem Mi Mix.

Dafür bringt das Xiaomi Mi6 reichlich Power mit: Die Leistung des Qualcomm Snapdragon 835, gekoppelt mit 6 GByte RAM, dürfte noch für Jahre ausreichen. Zumal der SoC sehr effizient arbeitet, so dass das Mi6 im Alltag länger durchhält als viele Konkurrenzmodelle. Auch die wirklich absolut hervorragende Dual-Kamera weiß zu gefallen, sei es mit dem simulierten Bokeh-Effekt oder durch den verlustfreien zweifachen Zoom.

Klar, man muss immer noch ein wenig experimentierfreudig bleiben, um sich das Xiaomi Mi6 als Import zu gönnen. Die erstklassige Verarbeitung und das hochwertige Innenleben sprechen jedenfalls für dieses Smartphone, das zu seinem Preis von rund 350 Euro sehr viele verlockende Pluspunkte bietet und deshalb mehr als locker unsere Auszeichnung als „Hartware Redaktiontipp“ erntet.

Positiv
+ Verbindet hohe Leistung mit Effizienz dank Qualcomm Snapdragon 835
+ Exzellente Dual-Kamera mit zweifachem, verlustfreiem Zoom
+ Optisch und haptisch sehr hochwertiges Gehäuse

Neutral
o Verspielte aber zum Glück anpassbare Benutzeroberfläche

Negativ
– Werbung in einigen vorinstallierten Apps
– Kein LTE Band 20

Xiaomi Mi6 Editor's Choice

André Westphal

Redakteur

2 Antworten

  1. Aol sagt:

    Insgesamt schwacher, sehr oberflächlicher Test, zum Beispiel wischiwaschi Angaben zur Laufzeit, ein, oder auch zwei Tage, das ist ja auch fast das gleiche. Dazu keinerlei Angaben zur Kameraperformance bei schwachem Licht oder der generellen Geschwindigkeit, auch GPS, Wifi und Bluetooth Reichweite fehlen völlig. Das könnt ihr echt besser.

  2. André Westphal sagt:

    Zur Wi-Fi- und Bluetooth-Reichweite liest du in keinem Smartphone-Test was – egal auf welcher Website du guckst. Das liegt schlichtweg daran, weil man dazu nichts Allgemeines sagen kann: 10 m sind etwa bei Bluetooth immer der Standard. Wie es aber im Einzelnen ausfällt, hängt von der Umgebung und den verbundenen Geräten ab.

    Bei Wi-Fi genau so – sowas steht auch in keinem Test (egal wo du in deutschen oder englischsprachigen Medien schaust) drin, weil es erneut komplett individuell ist – das hängt vom Router ab, der Umgebung, weiteren Endgeräten. etc. Da hat am Ende der verwendete Router und die Wohnumgebung einen viel größeren Einfluss als das Phone.

    Mit der Akkulaufzeit mache ich normalerweise immer den Akkutest im PCMark, weil das am ehesten eine neutrale Richtlinie liefert – aber das ging eben beim Mi6 nicht, weil der Text nicht korrekt lief. Und so hängt es eben stark von der Nutzung ab: Jemand der ein wenig Messaging betreibt, kurz mal bei Facebook drin ist und mal telefoniert – der kommt halt seine zwei Tage ein. Ein anderer, der viele Fotos schießt, GPS für Google Maps anschmeißt und via Bluetooth Musik hört, muss abends an die Steckdose. Da es so viele unterschiedliche Nutzungsszenarien gibt, ist da pauschal keine Angabe möglich. Deswegen sagte ich das auch im Test so. Ist eben schade, dass PCMark leider nicht zu Ende lief – das muss man zwar auch mit Vorsicht genießen, ist bei sowas aber immer noch die beste Basis, um Geräte untereinander zu vergleichen.

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