Xiaomi Mi6 im Test: Flaggschiff aus China mit Snapdragon 835 - Seite 5

Smartphone will auch mit seiner Dual-Kamera locken

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MIUI 8 und weitere Anmerkungen

Die Oberfläche MIUI 8 kann mit ihrem kunterbunten Look und den stark angepassten Symbolen nicht verbergen, aus welchem Land sie stammt. Wer allerdings bereits EMUI von Huawei und Honor in älteren Versionen genutzt hat, wird sich auch bei Xiaomis Überzug für Android 7.1.1 schnell zuhause fühlen. Unschön ist, dass MIUI z.B. in der vorinstallierten Sicherheits-App direkt mal Werbung einblendet, wenn man sie zum Optimieren nutzt. Allerdings könnte dies auch unserer ROM geschuldet sein – ein Update auf die Global ROM zu MIUI 9 könnte dieses Manko also eventuell restlos beseitigen. Dazu sollte man unsere News in Zukunft beachten.

Auf einen App-Drawer verzichtet Xiaomi, wie die meisten chinesischen Hersteller, in MIUI. Wer an der knallbunte Oberfläche mit vielen Animationen kein Gefallen findet, bekommt aber zumindest viele Anpassungsoptionen. Direkt ab Werk sind unterschiedliche Themes vorinstalliert. Wer sich bei Xiaomi ein MIUI-Konto anlegt, kann weitere herunterladen. Außerdem lassen sich die Animationen der Benutzeroberfläche in den Einstellungen deaktivieren. Xiaomi kommt westlichen Nutzern zudem damit entgegen, dass sich die kapazitiven Buttons für Zurück und den App-Switcher auch miteinander vertauschen lassen.

Nicht alle Smartphones bieten eine Benachrichtigungs-LED – selbst ein Flaggschiff wie das LG G6 lässt dieses Feature beispielsweise vermissen. Das Xiaomi Mi6 wiederum integriert eine LED an der Vorderseite. Sie ist allerdings auf eine einzige Farbe beschränkt. Somit blinkt sie lediglich in Weiß. In unserem Test mussten wir auch eine Auffälligkeit feststellen: Leider konnten wir den üblichen Akkutest über „PCMark Work“ nicht durchführen, da der Test auch bei mehreren Versuchen immer abbrach. Dieses Verhalten kann man auch beim OnePlus 5 beobachten, so dass es eventuell ein Problem in Kombination mit dem Qualcomm Snapdragon 835 gibt.

Der Akku mit 3350 mAh bringt einen allerdings sicher über den Tag bzw. auch gut über zwei Tage. So kommt der Laufzeit zugute, dass sowohl der SoC sehr stark skalieren bzw. effizient arbeiten kann als auch der Bildschirm mit 5,15 Zoll und 1080p genügsamer ist als die Varianten der Konkurrenz jenseits der 5,5 Zoll und mit Quad HD. Dank Quick Charge 3.0 ist das Mi6 zudem innerhalb einer Stunde wieder aufgeladen. Telefonieren kann man mit dem Xiaomi Mi6 natürlich auch – das vergisst man heute ja mittlerweile bei all den Anwendungsgebieten eines Smartphones fast: Klappt ohne Besonderheiten.

Der Lautsprecher des Xiaomi Mi6 ist darüber hinaus als gut zu bezeichnen, fällt aber auch nicht besonders aus dem Rahmen. Er ist durchaus vergleichbar mit Konkurrenzmodellem wie dem LG G6 oder auch dem Honor 9. An die besonders starken Pendants von HTC kommt das Xiaomi Mi6 aber nicht heran. Der Fingerabdruckscanner an der Vorderseite arbeitet ebenfalls blitzschnell und erkennt präzise gespeicherte Abdrücke – so soll es sein.

André Westphal

Redakteur

2 Antworten

  1. Aol sagt:

    Insgesamt schwacher, sehr oberflächlicher Test, zum Beispiel wischiwaschi Angaben zur Laufzeit, ein, oder auch zwei Tage, das ist ja auch fast das gleiche. Dazu keinerlei Angaben zur Kameraperformance bei schwachem Licht oder der generellen Geschwindigkeit, auch GPS, Wifi und Bluetooth Reichweite fehlen völlig. Das könnt ihr echt besser.

  2. André Westphal sagt:

    Zur Wi-Fi- und Bluetooth-Reichweite liest du in keinem Smartphone-Test was – egal auf welcher Website du guckst. Das liegt schlichtweg daran, weil man dazu nichts Allgemeines sagen kann: 10 m sind etwa bei Bluetooth immer der Standard. Wie es aber im Einzelnen ausfällt, hängt von der Umgebung und den verbundenen Geräten ab.

    Bei Wi-Fi genau so – sowas steht auch in keinem Test (egal wo du in deutschen oder englischsprachigen Medien schaust) drin, weil es erneut komplett individuell ist – das hängt vom Router ab, der Umgebung, weiteren Endgeräten. etc. Da hat am Ende der verwendete Router und die Wohnumgebung einen viel größeren Einfluss als das Phone.

    Mit der Akkulaufzeit mache ich normalerweise immer den Akkutest im PCMark, weil das am ehesten eine neutrale Richtlinie liefert – aber das ging eben beim Mi6 nicht, weil der Text nicht korrekt lief. Und so hängt es eben stark von der Nutzung ab: Jemand der ein wenig Messaging betreibt, kurz mal bei Facebook drin ist und mal telefoniert – der kommt halt seine zwei Tage ein. Ein anderer, der viele Fotos schießt, GPS für Google Maps anschmeißt und via Bluetooth Musik hört, muss abends an die Steckdose. Da es so viele unterschiedliche Nutzungsszenarien gibt, ist da pauschal keine Angabe möglich. Deswegen sagte ich das auch im Test so. Ist eben schade, dass PCMark leider nicht zu Ende lief – das muss man zwar auch mit Vorsicht genießen, ist bei sowas aber immer noch die beste Basis, um Geräte untereinander zu vergleichen.

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