Micron startet Massenproduktion von GDDR6

Neuer schnellerer Grafikspeicher als Vorbote neuer Grafikkarten

Nach Samsung und Hynix im Januar hat nun auch Micron die Massenproduktion von GDDR6 Speicherchips aufgenommen. Wie üblich ist auch diese Generation von Grafikspeicher schneller und bietet eine höhere Speicherbandbreite als die vorherige. Gleichzeitig ist damit nun alles bereit für die nächste Runde neuer und vermeintlich schnellerer Grafikkarten.

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Micron listet bereits eine Reihe von 8-Gbit-GDDR6 Speicherchips mit einer Kapazität von 1 GByte, die für Geschwindigkeiten von 10 bis 14 Gbit/s ausgelegt sind und bei Spannungen von 1,25 bzw. 1,35 Volt betrieben werden können. Allerdings nennt Micron als Speichergeschwindigkeit lediglich 448 GByte/s, d.h. man liegt hier auf einem Niveau mit Hynix, aber bleibt etwas hinter den Angaben von Samsung zurück. Letztere bieten nicht nur schon 16-Gbit-GDDR6 an mit doppelter Kapazität, sondern erreichen auch höhere Frequenzen mit 576 GByte/s an einer 256 bit breiten Speicherschnittstelle. Trotzdem ist natürlich auch GDDR6 von Micron dem bisherigen GDDR5 überlegen.

Micron nannte auch nicht nur Gaming-Grafikkarten und Spielkonsolen als Einsatzzweck für GDDR6, sondern zielt auch auf Automobilsysteme, High-End Netzwerkprodukte und RAID-Controller. Außerdem sind natürlich auch Grafikkarten für wissenschaftliche Zwecke und das sogenannte „Deep Learning“ im Rahmen von Projekten künstlicher Intelligenz dafür geeignet.

Wann GDDR6 letztendlich auf tatsächlichen Produkten zu finden sein wird, sagte Micron nicht. Sollte sich Nvidia doch nicht ganz soviel Zeit lassen wie befürchtet und z.B. im August zur Gamescom neue GeForce Grafikkarten präsentieren, könnte GDDR6 eine Komponente davon sein.

Quelle: Micron

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

1 Antwort

  1. Jens Stifter sagt:

    Wenn NVIDIA schon mit der nächsten Generation auf GDDR6 springt wird es eine äußerst interessante Generation. Hoffe nur, dass AMD langsam auch im GPU-Bereich die Muskeln spielen lässt.

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