Smartphone-Verkäufe weltweit rückläufig

Apple & Samsung verlieren, aber chinesische Marken gewinnen Marktanteile

Nach Erkenntnissen von Marktforschern gingen die Verkaufszahlen von Smartphones im vergangenen Jahr weiter zurück. Sogar das traditionell stärkere Weihnachtsgeschäft brachte keine Verbesserung. Sowohl IDC als auch Counterpoint berichten vom Gesamtrückgang der Umsätze im Smartphone-Markt von vier Prozent und IDC nennt 2018 sogar „das schlechteste Jahr aller Zeiten“.

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Die Marktforschungsunternehmen IDC und Counterpoint nutzen unterschiedliche Methoden zur Ermittlung der Umsätze und verkauften Smartphones, aber bei den Zahlen und im Gesamtergebnis kommt ungefähr das Gleiche heraus: Samsung und Apple verzeichneten einen jährlichen Rückgang der verkauften Einheiten, während sich die vier größten chinesischen Unternehmen über höhere Verkaufszahlen freuen durften.

Obwohl Samsung immer noch an der Spitze liegt, gingen die Verkaufszahlen um 8 % zurück auf rund 292 Mio. Smartphones, so dass die 300-Millionen-Marke nicht erneut übersprungen werden konnte. 2017 hatte Samsung noch etwa 318 Mio. Handys abgesetzt. IDC wies allerdings darauf hin, dass sich diese Entwicklung durch die kommende Einführung der 5G-Mobilfunktechnik wieder drehen könnte.

Bei Apple ging es im gesamten letzen Jahr nicht ganz so stark zurück mit 3,2 % weniger verkauften iPhone als 2017. Allerdings war das vierte Quartal extrem schlecht mit einem Rückgang von 11,5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres – trotz der drei neuen Modelle iPhone XR, XS und XS Max.

Huawei ist bei den verkauften Handys mit einem Plus von fast 34 % gegenüber 2017 der größte Gewinner. Der Hersteller aus Shenzhen im Süden Chinas übertraf 2018 erstmals die 200-Millionen-Marke und liegt mit 206 Mio. verkauften Smartphones nur noch 1,8 Mio. Einheiten hinter Apple auf Platz 3 der Rangliste.

Xiaomi ist der zweite Gewinner der chinesischen Marken und konnte sich mit einer jählichen Steigerung von rund 30 % auf mehr als 122 Mio. verkaufte Smartphones 2018 an Oppo vorbei schieben auf Platz vier. Oppo konnte zwar auch mehr Handys verkaufen, aber der Anstieg betrug lediglich rund 1 %. Vivo rundet die Top-5 ab mit etwa 3 % mehr verkauften Smartphones im Vergleich zu 2017.

Einer der Gründe für das erfolgreiche Jahr von Xiaomi dürfte der von Counterpoint gezeigte Trend sein, dass chinesische Unternehmen außerhalb ihres Heimatmarktes expandieren. Die vier führenden chinesischen Marken (genannt HOVX – Huawei, Oppo, vivo, Xiaomi) haben in den letzten Jahren ihren Auslandsanteil von nur 25 % im Jahre 2015 auf nun 46 % im letzten Jahr gesteigert.

Xiaomi ist mittlerweile sogar die Nummer Eins bei den verkauften Smartphones in Indien, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Diese Strategie scheint auch notwendig zu sein für die chinesischen Hersteller, denn im Reich der Mitte schwächen sich die Verkaufszahlen von Smartphones noch stärker ab als weltweit. Schon 2017 wurden 5 % weniger Handys in China verkauft als im Jahr zuvor und 2018 gingen die Verkäufe sogar um weitere 10 % zurück.

Quelle: IDC

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

3 Antworten

  1. freecbe sagt:

    Also wen wunderts ,bei den Preisen vorallem Apple und Samsung.Jedes kommen neue Handys,dabei
    reicht die Leistung doch für länger als 2 Jahre(Samsung), viel mehr als die ständig verbesserten Kameras kommt auch nicht.Beamen kann ich mich auch noch nicht 😀

  2. w3456llesassandro sagt:

    gut so.. handy idioten….

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